Archiv für den Monat: November 2014

Sommer!

Weil ich zwischen Birmingham(AL) und dem Golf von Mexico eigentlich nichts  geplant habe, entschloss ich mich dazu, schnell ans Wasser zu fahren. So fuhr ich in 2 tagen ca. 350 Meilen mit wenig Abwechslung. Nur einmal, als ich mir auf nem Parkplatz was gekocht hab, kam ein Feuerwehrauto und die Feuerwehrmaenner wollten Bilder mit dem Bus machen!

IMG_3436

Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich dann in Mobile mit Verwandten von Freunden, die ich vorher besucht habe Thanksgiving feiern kann. Diese sind dann aber spontan zu anderen Freunden und so hat das leider nicht geklappt. Deshalb bin ich nicht nach Mobile, sondern nach Gulf shores. Dort erstmal am Strand gelandet und das schoene Wetter genossen!

IMG_3438 IMG_3437

Ich hab keine 20 Minuten da gestanden, da hatte ich schon 5 Gespraeche mit Passanten. Eine Familie, die dort vorbeikam hat mich gefragt, was ich denn am Abend machen wuerde, – es sei doch Thanksgiving – was ich essen wuerde und mit wem ich feiern wuerde. Als ich entgegnete, dass ich mir Bratkartoffeln mache und wohl hier am Strand feiern werde (denn wo koennte es schoener sein), wurde ich in ihr Appartment in einem riesigen Hochhaus am Meer eingeladen.Ganz oben, im 14. Stock! VOm Balkon aus konnte man Delfine sehen.

IMG_3444 IMG_3448

Ich hab dann im Supermarkt etwas deutsches Bier besorgt, weil ich nicht mit leeren Haenden kommen wollte und bin dahin. Kathy, Moe und ihre Famile waren sehr freundlich und interessiert an meiner Reise! Sie haben mir wunderbares Essen in grossen Mengen aufgetischt: Turkey, Mashed potatoes, Stuffing, Mais, gruene Bohnen, Gravy, Broetchen, und und und.. Ach ja Pumpkin-pie natuerlich auch!

IMG_3449 IMG_3442

Als die Sonne unterging bin ich dann wieder verschwunden und hab noch etwas am Strand gesessen und den Rest der schon untergegangenen Sonne ueber dem Golf von Mexiko bestaunt.

IMG_3450 IMG_3452

Als ich dann schon spaet am Abend zu meinem Parkplatz zurueck kam, war es hart, dort nen Parkplatz  finden. Am Thanksgiving-Donnerstag-Abend beginnt hier der sogenannte „Black friday“ an dem die Amerikaner in einen Kaufrausch verfallen. Alle Plaetze waren restlos belegt. Nach ca. 15 Minuten hab ich doch einen gefunden und mich einfach noch 1,5 Stunden in den markt gehockt und Leute geguckt. CRAZY!

„Hmm – ein Fussmassagegeraet fuer nur 69 Dollar? Ist ja billig! brauch ich zwar nicht, aber: kauf ich“ So ist das am Back friday! Ich hab nix gekauft, weil mir die 2 Stunden wartezeit an der Kasse zu lang waren.

@ Mama: mir gehts super! :)

Kentucky und Tennessee. Now you’re in the south man!

Es passiert einfach viel zu viel in so einem Reiseleben!  Ich komme zu garnix und habe doch soo viel aufzuholen. Ich koennte echt 2 Tage nur alleine auf nem Parkplatz rumhaengen und schreiben, Bilder ordnen, Auto aufraeumen und warten und und und.. naja. Heulen auf hohem Niveau!

Das Beste: Meine Liebste hat ihren Flug gebucht. Ich freue mich sehr! Noch 22 Tage!

jmh141124-093017-L1003714

Ich wollte garnicht richtig aus Bloomington los! Zu viele freundliche und einige sehr nette Leute haben mir da das Leben echt versuesst. Donnerstag gings trotzdem los um Freitag den Mammoth-Cave-National-park in Kentucky zu besuchen. Die laengeste Hoehle der Welt… angeblich! Touriprogramm!

IMG_3392 IMG_3398

Danach nach Nashville! kurz vor meiner Ankunft ist mir spontan in den Sinn gekommen, ich koennte ja mal ein paar Couchsurfing-Anfragen stellen. Gesagt getan, 5 Minuten spaeter von Rachel und Ron eingeladen worden. Rachels Vater John ist auch gerade zu Besuch! Super Leute: Sehr gastlich und der Zukunft bedacht. Ich werde mit koestlichem, GESUNDEM Essen versorgt und mit authentischen Erfahrungen bereichert. Nashville=Musiccity, deshalb ging es am Abend zu einem Konzert. Countryrock im Basement!

jmh141121-220630-L1003420 jmh141121-221347-L1003476

Am naechsten Tag einen Charity-bike-ride: Cranksgiving: Man faehrt mit vielen Leuten rum und hat verschiendene Routen, die einen an Supermaerkten vorbeifuehren. Dort kauft man vorgegebene Dinge, die man am Ende der Foodbank (Tafel) spendet! Wer als erster alles hat und die Rechnugnen der Stationen vorzeigen kann gewinnt einen Preis. Ich war zu langsam, War trotzdem gut! Abends schenkt mir Rod ein altes Rad fuer Eli.

IMG_3418 IMG_3420

IMG_3417 IMG_3412

Sonntag bin ich mit in die Kirche, wo ein Gottesdienst und danach ein Pre-thanksgiving-dinner veranstaltet wurde. Tagsueber repariere ich das Rad von Rod, das in schlechtem Zustand ist/ ich muss viele Neuteile kaufen und Abends gehen wir auf einen Vortrag vom „Urban green lab“. Die Nashvillians sind echt Radverliebt: sogar einen Mixer, der von einem Rad betrieben wird haben sie gebaut! Der Knaller: Jeder Teilnehmer traegt sich in die Gaesteliste ein und dann wird ein nagelneues Fahrrad verlost. Ratet mal, wer gewinnt? Der Gorm! Das Rad ist sehr neu, hat aber keine Schaltung und deshalb ueberlege ich, ob ich das alte Rad von Rod oder das neue mitnehmen soll.

jmh141123-181410-IMG_2925 jmh141123-181635-IMG_2928   jmh141123-154641-IMG_2911  IMG_3423

Heute morgen verschwinde ich dann aus Nashville (mit 3 Raedern auf dem Buckel – weil ich mich nicht entscheiden kann)  und fahre nicht sehr weit! Nach nur 30 km bleibe ich an nem Walmart stehen und und ueberlege, was ich aus den Raedern machen soll. Ich baue ca. 3,5 Stunden rum und statte das neue Rad mit der Schaltung des alten aus , dann baue ich noch Felgenbremsen an und hab am Ende ein sehr gut ausgestattete s, neus Rad fuer Eli und ein schlecht ausgestattetes altes. In dem Moment seh ich neben dem Eingang vom Walmart nen Lkw mit nem Stand. Die Leute sammeln Sach- und Essensspenden und ich sepnde kurzerhand das alte, zwar nicht sehr gut ausgestattete, aber funktionstuechtige Rad! Sie haben sich gefreut!

IMG_3430 IMG_3433  .  .                               vorher                                                                            nachher

Dann hab ich mich noch um meinen Bus gekuemmert, Ventile eingestellt, Dichtung der Benzinpumpe gewechselt und Oel neu gemacht. Dann wars dunkel. Viel zu viel Zu tun. Im Tagebuch hab ich mittlerweile 5 Tage Rueckstand und morgen bin ich schon wieder eingeladen. Sowas, Sowas. Ich hab das Gefuehl, dem Bub gehts zu gut!

IMG_3434

@Mama, mir gehts gut!

Bloomington, Indiana!

Letzten Sommer auf dem LOTT-Festival im Hunsrueck hab ich zufaellig Arne und Goetz kennengelernt, weil sie direkt neben uns gezeltet haben. WIr haben und schnell verstanden und weil er zufaellig in Bloomington seinen Doktor macht, hat man Adressen ausgetauscht und ich bin natuerlich hingefahren! Mittelgrosse Stadt mit gigantischen Studentenanteil, angenehm!

IMG_3377

Maia ist Arnes Freundin und hat zusammen mit ihm auf mich gewartet. wir hatten eine fantastische Zeit zusammen und waren sogar zwei mal abends mit netten Menschen aus Arnes Bekanntenkreis feiern, was mich sehr gefreut hat. Ich konnte mich schoen unterhalten und hatte einen kleinen Flashback ins Studentenleben. Wenn man mit nem Bus unterwegs ist, geht man nicht so oft feiern! Deshalb sollte man jede Gelegenheit dazu nutzen! Maia arbeitet in einer Baeckerei, weswegen wir immer mit frischen Cookies versorgt waren. Auch sonst haben wir es uns ganz gut gehn lassen. Wir warn an der Uni und wandern und haben einen budhistischen Tempel besucht, der vom Bruder vom Dalai Lama betrieben wurde! Nice

Imagee (13) IMG_3342 Imagee (9) IMG_3375 IMG_3353 IMG_3346

Zwischendurch ist es wirklich recht kalt geworden und ich hab den ersten Schnee abgekriegt! Der Bus war von einer Schneehaube bedeckt und wurde deshalb nur wenig bewegt . Einmal sind wir ueber die Salzpiste in den Aldi gefahrn aber sonst war der Motor aus. So konnte sich der Kleine auch mal ausruhen

IMG_3340 IMG_3339

schnee

Heute bin ich dann nach Sueden aufgebrochen! Nashville Tennessee wuerde auf dem Navi stehen, wenn ich eins haette. Meine Route bisher:

IMG_3357

Schrottplaetze sind toll!:

IMG_3368 IMG_3372

PS: Der Affenmann hat sich rasiert!

IMG_3360IMG_3361IMG_3364

Von Chicago nach Iowa

Meine Tag in Chicago waren super.  Nach meinem ersten Tag und dem letzten Beitrag hab ich beschlossen, mein neues Rad zum „Museum of Science and Industry“ zu fahren. Bin einfach mal drauf losgefahren, den Schildern hinterher, was sich als etwas laenger als erwartet dargestellt hat. 7 Meilen hin und 7 zurueck. Insgesamt ueber ueber 2 Stunden fahrt bei ca. 4 Grad kaltem Nieselregen und ohne Handschuhe. Egal, das Museum war gut.

IMG_3306  IMG_3293

IMG_3296

Die zweite Nacht ist es dann richtig abgekuehlt und wieder unter Null gegangen. Ich bin dann morgens noch etwas rumgefahren und hab versucht Weihnachts-Besorgungen zu machen, was mir nicht gelungen ist! Gegen Mittag bin ich dann aufgebrochen und bevor ich auf die Interstate nach Westen bin hab ich noch bei Ali, der mich ueber Facebook in seine Werkstatt eingeladen hat , einen Stopp eingelegt.

IMG_3301 IMG_3302 IMG_3303 IMG_3309

Nach ca. 4 Stunden fahrt bin ich dann in den Quad cities angekommen und habe dort Shawn getroffen, der sich sehr gefreut hat, mich kennenzulernen. Er hat mich eingeladen, ein oder zwei Naechte in Davenport zu bleiben. Abends treffen wir uns mit Keith, den ich schon vom Bustreffen kenne und speisen in einer Brauerei  direkt am Missisippi gegessen. Da Shawn am naechsten Morgen arbeiten muss, beschliessen wir, dass ich bei keith und seiner Freundin Barb uebernachte, die schon Rentner sind! Wir haben einen super Abend!

IMG_3326

Am naechsten Tag bekomme ich wieder Care-Pakete und ich komme mir schon langsam komisch vor, weil ich Tuetenweise Essen, Naschen und Zeug geschenkt bekomme. Es wird so viel, dass ich Platzprobleme im Bus kriege und Angst habe, nie alles essen zu koennen.

Shawn kann frueher bei seiner Arbeit raus und wir verbringen den Tag miteinander, fahren etwas rum, reden, organisierne kram und fuellen meine Gasflasche auf. Am Abend sind wir und Keith und Barb bei Shawns Mutter Angelika eingeladen, wo ich viel zu viel esse, weils so gut schmeckt. Ich bin so satt, dass ich selbst am naechsten Morgen nix mehr essen kann!

IMG_3319 IMG_3327

Angelikas Mann ist Lehrer in einer Highschool und hat mich beim Abendessen am Vorabend in seine Schule eingeladen. So eine Gelegenheit lasse ich mir natuerlich nicht entgehen und er baut mich in seine Journalismus-Stunde ein. Ich erzaehle den Schuelern von meiner Reise und meinem Leben, meinen Hobbies, dem Bus und den Bienen. Dann werde ich interviewt und die Klasse muss in den naechsten Tagen Berichte oder ein Profil ueber mich schreiben. War sehr interessant und natuerlich mal wieder toll vor einer Klasse zu stehn.

IMG_3321 IMG_3323

IMG_3325

Da es am Samstag Morgen in den Quad cities ca. 7 cm Schnee geben soll, verschwinde ich nach einerm Mittagessen (Schnitzel) mit Shawn, Barb und Keith, einer Dusche, einem Telefonat mit der Liebsten und heissem Wasser in der Waermflasche am fruehen Abend und jage bei -6 Grad mit fast 100 ueber den Highway. Ich fahre bis Indiana, wo ich die Nacht mal wieder auf einem Walmart-Parkplatz verbringe! Schlafsack, drei Decken, Muetze und Waermflasche machen die Nacht sehr warm fuer mich, obwohl es draussen auf Minus 8 Grad runtergeht.

IMG_3337

Ich hab schon wieder eine Zeitzone ueberschritten und bin jetzt wieder nur 6 Stunden hintendran – glaub ich zumindest!

Auch wenn sies nicht lesen koennen, weil sie kein Deutsch sprechen, muss ich hier nochmal Danke an Shawn, Keith, Blythe, Barb, ANgelika und Steve sagen. Wirklich toll, was ihr mir fuer eine gute Zeit in den Quad cities beschert habt!

 

 

Die Busbesitzer-Familie

Freitag kam ich nach 480 Meilen in Wisconsin beim Fall-burn-Treffen eines VW-Bus-Clubs an. Ich war nach der Fahrerei total muede und bin erstmal schlafen. Am naechsten Morgen wurde nach dem Fruehstueck meine Schiebetuer repariert. nicht von mir! Jeder riss sich darum, mir zu helfen. Super!

IMG_3275 IMG_3276 IMG_3280 IMG_3282

Der ganze Tag war genial: Viele Leute, die sich fuer meine Reise und mich interessierten und denen ich meinen Bus gezeigt habe. Wir haben viel gelacht, repariert, koestlich gegessen, wahre VW-Schaetze begutachtet, ein riesiges Lagerfeuer gemacht, Bier getrunken, Gitarre gespielt, Musik getauscht, und und und…

IMG_3281 IMG_3277

Auf dem Treffen hab ich auch Dan und Jamie kennengelernt. Als die beiden von meiner Reise erfahren haben, haben sie mich spontan eingeladen und ich bin am Sonntag hinter ihnen her zu ihrem Zuhause. Da es zufaelligerweise auf dem Weg zu meiner naechsten Station lag, war ich froh, nicht alles auf einmal fahren zu muessen. Was dann aber kam war gigantisch. Ich hab von den beiden ein Fahrrad geschenkt gekriegt und einen Fahrradtraeger fuer das Heck vom Bus. Jetzt bin ich perfekt ausgeruestet.

IMG_3285 IMG_3284

Heute bin ich nach Chicago gefahren und erkunde gerade mit meinem neuen Rad die Stadt. Dank weiterer neuer Freunde vom Treffen habe ich einen sehr guten, kostenlosen und unbegrenzten Parkplatz in downtown gefunden. Urban Camping rockt!

IMG_3289 IMG_3290

IMG_3287

Da es die naechsten Tage kalt werden soll hab ich mein Budget ueberstrapaziert und jetzt eine richtige Heizung im Bus. Fuer Gerni: mit Low-CO-Shutoff-Sensor!

Nach Ohio und weiter..

Von den Byers wars nicht mehr weit nach Ohio: Einfach immer weiter auf der 6 bis zum Lake Erie und dann nach Suedwesten, wo ich in Cleveland von Brenna und Renee eingeladen wurde! Ich kam etwas frueher als Brenna an und konnte dann mit ihr waehlen gehen, da zufaellig gerade Senatswahlen waren.

IMG_3260 IMG_3256 IMG_3274

Der naechste Tag war fuer Cleveland eingeplant! Zu FUss ging es durch den Stadtteil „Ohio City“ bis zum Westside-Market. Dort gabs allerlei Delikatessen wie Froschschenkel oder Bratwurst mit Sauerkraut (?). Weiter ging es fuer mich ueber eine Bruecke zum Ostteil der Stadt, wo die beruehmte Rock’nroll hall of fame ist. ich bin noch etwas am Hafen rumgelaufen und dann wieder zurueck. Gegen Nachmittag bin ich dann gen Sueden aufgebrochen.

IMG_3255

IMG_3250 IMG_3252

Um Kenny zu besuchen! Er wohnt dort auf dem Land und hat mich ueber Couchsurfing eingeladen. Er liebt Waffen, weswegen er als Lehrer Leuten beibringt, wie man schiesst.  Seine Hauptarbeit ist aber in „seinem“ Museum, in dem er sehr viele Artefakte lokaler Geschichte gesammelt hat. Wir hatten eine sehr gute Zeit zusammen. Leider war das Wetter recht schlecht, so dass wir nicht schiessen, die Waelder erkunden oder uns ein ein verlassenes Hotel zeigen lassen konnten. Fuer mich wars trotzdem gut, die Tage in einer Unterkunft ohne Raeder in guter Gesellschaft zu verbringen.

IMG_3266 IMG_3272 IMG_3273 IMG_3268

Gestern bin ich dann ca. 800 km von Perrysville, Ohio nach Watertown in Wisconsin gefahren, was westlich von Milwaukee ist. Dort wurde ich zu einem VW-Bus-Treffen eingeladen. Es war zwar sehr weit und ein Umweg, aber soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, hat es sich schon gelohnt. Ich bin also an meinem noerdlichsten Punkt in den USA angekommen. von hier aus gehts nur noch nach Sueden

Janis Joplins Porsche

Janis Joplins Porsche

Alles nicht zu spektakulaer, aber Reisealltag gehoert auch dazu!

Pennsylvania, du ueberraschst mich!

Meine erste Erfahrung mit Pennsylvania war nicht unbedingt die Beste: Es war kalt und ich war auf eine eisige Nacht vorbereitet. Doch wie immer, wenn es nicht so toll ist, wendet es sich unerwartet: Gerade zu Bett gegangen hoerte ich das vertraute Geraeusch eines Bus-Motors direkt neben meinem Parkplatz. Lance, der im Walmart arbeitet hat mich da stehen gesehn und seinen Bus neben mir abgestellt. Wir reden kurz und beschliessen, uns am morgen nach seiner Schicht nochmal zu hoeren. Um 7.

IMG_3196 IMG_3198 IMG_3200

Die Nacht war draussen zwar kalt (-3,2) aber im Bus gut auszuhalten. Es war ungefaehr 2-3 Grad warm innen und ich hab sehr tief und ohne zu frieren geschlafen. Um kurz vor 7 treffe ich Lance wieder und waehrend seiner Schicht hat er mit seiner Familie abgeklaert, dass ich mit ihm kommen kann. Wir fahren zusammen zu den Byers. Dort finde ich eine VW-Bus Liebhaber-Famile mit 4 Bussen, unter anderem einer Doppelkabine aus Ochtendung, was nur ca. 10km von meinem Zuhause weg ist. Verrueckt!

IMG_3242 IMG_3243 IMG_3244 IMG_3233

Der Tag mit den Byers war gigantisch! Wir sind zuerst zur Kinzua-Bridge gefahren, die einst die groesste Eisenbahnbruecke der Welt war. Leider ist sie 2003 bei einem Tornado dem Wind zum Opfer gefallen und liegt nun zum Teil verrostet da. Wir sind den ganzen Weg zum urspruenglichen Brueckengeruest hinuntergelaufen und da sie im Moment erst ein Visitors-center einrichten, war noch nichts abgesperrt oder so. Das war mein Highlight!

IMG_3208 IMG_3214 IMG_3216 IMG_3219 IMG_3221 IMG_3226 IMG_3227 IMG_3212

Dann sind wir noch zum Kinzua-Staudamm gefahren und haben uns dort umgeschaut. Im Gegensatz zur Bruecke war das aber nicht mehr so aufregend. Egal. Es war trotzdem sehr schoen und ich kann nur wieder Danke sagen.

IMG_3239 IMG_3240

Dann gabs noch Essen und wir haben ein kleines Modellauto mit Nagellack, Holz und Fantasie zu einem Bus, der so aussieht wie meiner umgebaut!

IMG_3247

Soo, jetzt reichts aber. Entschuldigung, dass es so viel wurde. Heute Nacht bleibe ich hier und morgen gehts nach Erie und Cleveland!

New York to New Jersey

Nach New York ging es direkt nach Frenchtown, New Jersey, wo ich Verwandte besucht habe. Nach kurzer Zeit wurde ich sehr herzlich aufgenommen und zum Essen und sogar zum Uebernachten eingeladen. Trudes Mutter und meine Oma waren Schwestern und so gab es viel von frueher zu erzaehlen. Wir konnten ein paar Fotos austauschen und ich konnte ihr Videos von ihrer Tante kurz vor ihrem Tod zeigen. Fuer mich war es ein sehr interessantes zusammentreffen mit Fremden, zu denen man trotzdem einen engeren Draht hat, als zu anderen Fremden! ZUm Abschied bekam ich ein wunderbares Lunchpaket! Danke dafuer!

IMG_3166 IMG_3171

Da ich gerne noch einen Bus kaufen wuerde, um ihn Gernot zu schicken, habe ich mich von da aus auf den Weg nach Hamburg in New Jersey gemacht. Dort habe ich auf meinem Lieblings-Campingplatz Walmart die Nacht verbracht und heute morgen dann den Bus besichtigen koennen. Nach 2 Minuten war klar, dass der Zustand unterirdisch ist und ein Kauf nicht in Frage kommt. Das Ding war eine einzige Spachtelleiche und sollte fuer 5700 Dollar den besitzer wechseln. Ich habe mich freundlich bedankt und bin meiner Wege gezogen.

IMG_3181

Da es nachts jetzt immer kaelter wird habe ich mich an die Isolations-Schwachstellen des Bullis rangemacht. Ich habe einen Isolations-Vorhang fuer dsa Lamellenfenster gemacht und eine Manschette aus Isolationsmaterial fuer das Hubdach. Das macht schon ordentlich was aus. Vier Kerzen koennen den Bus jetzt immerhalb von 15 Minuten um min. 5 Grad aufheizen und die Waerme bleibt laenger erhalten. Man fuehlt sich wie in einer Raumkapsel, wenn man sich das ganze Isolationsmaterial von innen anschaut.

IMG_3180 IMG_3174

IMG_3178

Heute bin ich dann weiter auf dem Highway 23 nach Norden. Off-Season travelling ist cool, weil man in viele Parks kostenlos reinkommt und Touristenattraktionen komplett fuer sich hat. SO auch im High Point State-park, wo ich ein paar Fotos geschossen habe und eine wunderbare aussicht genoss.

IMG_3185 IMG_3187 IMG_3190 IMG_3191

@ Mama: Mir geht’s gut :)