Archiv für den Monat: Januar 2015

Die ersten Tage im Leben eines Dreissigjaehrigen

Unser jetziger Campingplatz (28.1 – 30.1.) ist recht abgelegen in einer Bucht vor Puerto Agua Verde (40km Dirtroad) und als wir hier ankamen, haben wir sofort Shawn und Amy aus Colorado vor ihrer offenen Motorhaube gesehen. Ihnen ist bei der steilen sehr rumpeligen Abfahrt ein Kuehlschlauch mitsamt dem Flansch von der Heizung abgerissen. Zum Glueck hatte der „erfahrene Autodoktor“ in seinem Busje ein kleines Stueck Rohr, um die Heizung zu ueberbruecken und das Auto wieder fahrbar zu machen! Als Gegenleistung durfte ich mir dann heute Neoprenanzug und Schnorchelequipment ausleihen und 2 Stunden schnorcheln. Bunte Fische, Korallen, Hummer, Seesterne und Seeigel.. Alles was das Herz begehrt gabs zu sehen!

IMG_4371 IMG_4367 Unser Hundefreund „Solo“               Gut, ne? Helmuts Palapa

Das Campinggelaende gehoert zu einer kleinen Ranch,auf der Schafe, Ziegen und Schweine frei rumlaufen. Da der Weg recht unbefestigt ist und ich beim wenden etwas bloed (nicht auf Eli gehoert) war, hab ich mir den Unterfahrschutz und einen Schmutzlappen vom Bus abgerissen. Als ich dann unter dem Auto gelegen habe, um das alles wieder in Ordnung zu bringen, wurde ich von drei neugierigen Schweinen besucht. Eins davon hat uns auch heute vor Sonnenaufgang geweckt, als es versucht hat, die oben am Bus befestigte Muelltuete zu ergattern.

IMG_4434 IMG_4402 Schweine-Besuch                                                     Die Schuhe sind an einem Stein festgebunden

Unser Weg nach Agua Verde fuehre uns durch Santa Rosalia, die beruehmte Bahia Conception und Loreto.  Loreto ist eher touristisch und man kann alles auf Englisch managen. Santa Rosalia ist da eher beschaulich, hat aber  auch einiges zu bieten: So gab es hier eine Kirche, die von Gustav Eiffel erbaut wurde und den „amtlichen Tacostand“ (Zitat Volker (Big OUZO)). Dort haben wir mein Geburstagsessen, Torta Carne assada und eine Quesataco gegessen. Es war wirklich sehr lecker. An der Bahia Conception standen wir auf einem kleinen Strandstueck und haben 2 Maedels aus Vancouver getroffen, die auch in einem T2 rumreisen und auf dem Rueckweg vom Kap der Baja waren, Magda und Ingrid.

IMG_4362 IMG_4385 Geburstagsessen – Torta             Den Peace-Aufkleber wurde von Bee-individual gesponsort

Heute haben wir eigentlich den ganzen Morgen in einer heissen Quelle auf einer Landzunge im Meer zugebracht. Das Wasser hat ca. 35 Grad und blubbert einfach aus dem Boden. Um einen herum ist das Meer und man koennte einfach nur Stunden lang da liegen. Wir koennen diese Quelle bequem von unserem Campingplatz zu Fuss in 25 Min erreichen. Bei Flut wird die Quelle von kaltem Meerwasser ueberflutet.

IMG_4456heisse Quelle auf einer Landzunge

IMG_4388 IMG_4420 Ein Schweizer mit dem Einrad auf der Panam                                   Falscher Kaese.. baeh!

Unser naechster Weg fuehrt uns nach La Paz, der Hauptstadt von Baja California Sur. Dort werden wir unsere Faehre auf das Festland buchen und dann aber noch den Suedlichen Teil der Baja besichtigen, bevor wir uebersetzen.

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Am Vortag meines Geburtstags haben wir in Guerrero Negro noch Lorenzo und Brigitte kennengelernt. Er ist durch unser deutsches Nummernschild auf uns aufmerksam geworden und hat uns angesprochen. Wir haben ihnen empfohlen, unbedingt die Walbeobachtung zu machen, was sie getan haben. Abends waren sie auch in San Ignacio (wo wir den letzten Beitrag geschrieben haben) und haben uns als Dankeschoen fuer den Tipp ein paar Bier vorbeigebracht. Wir haben sie zusammen auf unserem Campingplatz in der Oase getrunken. Als wir dann vorgestern in Loreto an der Ostkueste der Baja waren, haben wir sie per Zufall in einem Cafe wiedergetroffen und sie haben uns spontan in ihrem Hotelzimmer duschen lassen und wir konnten auf ihrem Hotelparkplatz uebernachten. Wieder haben wir mit diesen wunderbaren Leuten am Abend bei gutem Essen und ein paar Cervezas zusammen gesessen. Sie haben 2,5 Jahre lang in Mexico gelebt, hier gearbeitet und an die Schoenheit des Landes ihr Herz verloren.

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Unser lieber Bus!

Oft werden wir gefragt, was wir denn eigentlich fuer einen Bus fahren! Klar, einen VW-Bus, aber da gibt es ja sicher noch ein paar Details:

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Der T2 wurde am 31. Oktober 1973 als Kastenwagen gebaut. Er ging direkt ab Werk nach Rheda-Wiedenbrueck zur Firma Westfalia, die ihm ein Hubdach, ein Lamellenfenster in der Schiebetuer und ein isoliertes Fenster in der Heckklappe verpasst haben. Dann ging er wohl an die Nordsee zu einem Schreiner, der nebenbei Busse zu Campern umgebaut hat. Das Alles hat 1,5 Jahre lang gedauert und so wurde er erst im Fruehjahr 1975 zum ersten Mal zugelassen.

DSC_2275 DSC_2261 Unser erstes Bild dieses Busses 2008

Eines Tages war Gorm auf der Suche nach einem Sonnendach fuer einen Classic-Minicooper und deshalb auf einem Koblenzer Schrottplatz unterwegs. Da der Besitzer ihn schon kannte, konnte er alleine durch die Hallen streifen und genau in der Halle, in der auch die Sonnendaecher waren, stand er unter einer Plane. Ziemlich verstaubt und dreckig!

DSC_2273 DSC_2254 Abgenutzter Innenraum,      Im Motorraum das gleiche SpielDSC_2253 DSC_2252 Sieht doch garnicht so schlimm aus!                                           Vorne waren Sportsitze verbaut.

Es war Liebe auf den ersten Blick, aber es gab ein Problem: Der Bus gehoerte dem besten Freund des Schrottplatzbesitzers, der vor ein paar Jahren verstorben war und da er so etwas wie eine Erinnerung an seinen Freund „Romeos“ war, stand er nicht zum Verkauf. Drei Wochen lang fuhr Gorm immer wieder zum Schrottplatz und versuchte den Besitzer zu ueberreden, bis er ihm den Bus endlich verkauft hat. Fuer 2300 Euro! Dann wurde renoviert.

esstisch bus meer Erster Urlaub in Frankreich, 2008                        Am Meer auf der Hoehe von Bordeauxbus am pass aire de campingPyranaeen-Paesse, Analog-Kamera                      Hippies?

Im Gegensatz zu den meisten Bussen ab 71 hat unser Racker noch den kleinen 50 PS-Motor. Auf der Autobahn bedeutet das zwar Untermotorisierung aber fuer eine Fernreise wie diese ist es die bessere Wahl. In Mexico und Suedamerika wurden die Busse diesen Typs noch sehr lange gebaut und Ersatzteile sind guenstig. Im Prinzip fahren wir den gleichen Motor wie ein spaeter VW-Kaefer und von denen gibt es hier bekanntlicherweise unzaehlige.

IMG_3629 IMG_3563 Motorausbau in Memphis – Kurbelwellensimmering                                       Vergaser-BausatzIMG_4045 Alle 5000 KM gibt es einen Service mit Ventile einstellen.. Oel wechseln; wir nehmen das ernst!

Der Bus hatte schon maechtig viele Kilometer, ist damals aber trotzdem nach einigen Versuchen angesprungen und wurde auf eigener Achse in sein neues Zuhause ueberfuehrt. Das war 2008. Seit dem wurde hier und da etwas umgebaut, es wurden Verbesserungen gemacht und die Substanz erhalten. Hier ein paar neue Bleche, da etwas Lack, ein paar neue Latten fuer den Dachgepaecktraeger, einen neuen Motor.. und und und..

IMG_1105 IMG_8822 Nach der Renovierung – noch nicht in Gebrauch                                          Kueche aufgeklapptIMG_8702 IMG_9012 Kueche geschlossen,Bus in Gebrauch                                                                        Weltreise-Bus

Der griechische Vorbesitzer Romeos ist mit dem Bus sehr viel zwischen Deutschland und Griechenland hin und hergependelt, weswegen er schon bei der Uebernahme durch Gorm sehr viele Kilometer auf dem Tacho hatte. Letzten Oktober wurde die 800.000 KM-Marke geknackt, mittlerweile (Im Juli 2015) sind wir bei 837.000 angelangt.

IMG_2786 IMG_7529 Meilensteine im Leben eines Bullis, 800.000 Km                                          Golden-Gate-Bridge

Letzten September ging es nach etlichen Kurz-Reisen in Europa dann auf Weltreise. Der Bus wurde von Emden nach Halifax in Kanada verschifft (fuer einen T2 kostet das 1006 Euro). Seit dem ist er auf dem Amerikanischen Kontinent unterwegs. Kanada, USA, Mexico und Guatemala haben wir bisher mit dem kleinen Racker bereist. Er hat uns stets zuverlaessig durch die Lande gefahren und selbst die schlimmsten Pisten ohne mit der Wimper zu zucken weggesteckt.

IMG_3106 IMG_3450 New York City und am Golf von Mexico in Alabama

In den USA hatten wir leider auch einen Unfall mit 3600 Dollar Schaden am Fahrzeug. Zum Glueck ist uns nichts passiert. Alles wurde von der gegnerischen Versicherung bezahlt und wir konnten unsere Reise nach 4 Wochen Reparatur fortsetzen.

IMG_6791 IMG_6795 Nicht so schoen, aber auch das haben wir gemeinsam durchgestanden!

Wir sind echt sehr froh mit unserem Bus. Er bietet uns ein gemuetliches Zuhause waehrend einer turbulenten Zeit. Er ist bis jetzt stets verlaesslich und bildet durch sein freundliches Erscheinungsbild Bruecken zu den Menschen.

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Wale und die Bucht der Engel!

Es ist „viel“ Zeit vergangen seit unserem letzten Beitrag, deshalb hier alles der Reihe nach:

Von San Quintin sollte es eigentlich direkt in die Bucht der Engel “ Bahia de Los Angeles gehen“. Unser unbegrenztes Vertrauen ins „Busje“ und der Wille Entdecker zu sein (Wir haben die Schotterpiste genommen) haben uns dann aber nur sehr langsam vorankommen lassen. Nach 10 Kilometern (ca. 2 Stunden) haben wir dann doch umgedreht und wir uns kurzfristig einen wunderschoenen Campingplatz nach 10% der Strecke zum Uebernachten genommen. Nahe einer Fischaufzuschtstation konnten wir nicht nur Seeloewen sehen, sondern auch einen der schoensten Sonnenuntergaenge ueber dem Pazifik sehen. Fuer 2 Dollar!

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Bahia de Los Angeles wurde dann am naechsten Tag erreicht. Die Bucht, in der malerische Inseln liegen, hat ein ausgepraegtes Sealife: Delfine beobachten zum Fruehstueck, Robben beim Jagen erleben und Wale zum Einschlafen pusten hoeren. Dazu ein blitzeblanker Sternenhimmel. Neidisch? Leider wurde ein anderer Teil des Ortes von einem dreiviertel Jahr von einer Schlammlawine in Mitleidenschaft gezogen, weshalb sich der Tourismus dort nur langsam erholt.

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Beim Versuch 10.000 Jahre alte Felsmalereien zu finden, sind wir dann mal wieder 30 km Offroad (ausser der Hauptverkehrsstrasse  der Insel ist hier alles Offroad) herumgeirrt. Leider ohne Erfolg.

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Dann ging es schnurstracks nach Guerrero Negro kurz unter der Grenze zum suedlichen Teil der Baja California! Hier sind wir in eine neue Zeitzone (1 Stunde naeher an Zuhause) gefahren und haben nach einem kleinen EInkauf den Whalewatching-Hotspot Laguna Ojo de Liebre aufgesucht. Dort trafen wir zu unserem Erstaunen 2 weitere deutsche „Overlander“, die beide schon viele Jahre ihres Lebens auf den Strassen der Welt unterwegs sind. Stefan und Christa sind mit ihrem „Reisephant“ von Nord nach Sued unterwegs und Volker und Margot fahren mit ihrem „Big Ouzo“ seit 2006  von Suedamerika nach Alaska.

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Was aber das wirkliche Highlight war: Wale! Hunderte von Walen! Und Babywale, hunderte von Babywalen. Bei der zweistuendigen Bootstour wusste man meistens gar nicht, wo man hinschauen sollte, so viele Grauwale tummelten sich um unser Boot. Teilweise sind sie unter uns durchgetaucht. Ein unbeschreibliches Gefuehl. Hier lassen wir mal die Bilder weitersprechen.

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Heute sind wir dann in San Ignacio (wunderschoene alte Mission von 1732) angekommen, wo wir eine Nacht in einer buchstaeblichen Oase verbringen. Morgen geht es dann zum Geburtstag wieder ans Meer. Santa Rosalia steht auf dem Plan.

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La Bufadora und San Quintin

Suedlich von Ensenada auf der Baja gibts ein kleines Naturschauspiel zu sehen: An der „La Bufadora“ schiessen Wellen in einen kleinen Felsspalt und dann senkrecht nach oben. Jede siebte Welle gibt eine riesige Fontaene, heisst es. Es waren wirklich ein paar gelungene Fontaenen dabei!

IMG_4084 IMG_4080  Unser neuer Freund Patrick aus San Diego         Sonnenuntergang ueber der La BufadoraIMG_4088 IMG_4101 Unser Stellplatz in Ensenada                                                         La Bufadora in Aktion

Ensenada an sich ist nicht so wirklich der Rede wert. Es gibt eine riesige Mexico-Flagge und eine Strasse, auf der sich alles touristische abspielt. Bars, in denen angeblich der Cocktail „Margarita“ erfunden wurde, in denen sich besoffene Amerikaner tummeln und ein kleiner Ocean-walk mit einem sehr schoenen Fischmarkt sind die Attraktionen der Stadt. Wir sind etwas rumgelaufen und haben uns dann auf nach San Quintin gemacht.

IMG_4103 IMG_4106 Ensenadas grosse Fahne                 Oceanwalk am Hafen

200km weiter suedlich sind wir nach der Durchquerung von einem Bergmassiv auf einem schoenen Campingplatz gelandet. Wir stehen etwas weiter vom Meer weg, aber man kann trotzdem noch den Sonnenuntergang  sehen. Es ist heiss und wir freuen uns, dass wir mal nicht viel zu tun haben.

IMG_4120 IMG_4117 Alles mal lueften                                                      Privatstrand

Uns geht es hier sehr gut!

Geburtstag, Behoerden und SCOBY

Hola!

Die erste Woche in Mexico haben wir jetzt schon fast ueberlebt und dabei ist so einiges passiert:

Zu Elis Geburtstag gab es selbstgebackenen Kuchen. Eigentlich Brownies und eigentlich  ne Backmischung, aber was macht das fuer einen Unterschied wenn man in nem Bus am Meer lebt? Wir haben viel am Strand rumgesessen und nebenbei noch versucht, die Einreise und Einfuhr vom Bus zu klaeren. Fehlanzeige; ihr muesst zurueck nach Mexikali: GARITA DOS ist mal wieder die nervige Auskunft.

IMG_4031 IMG_4025 Geburtstagsfruehstueck                 Backe backe Kuchen

Am naechsten Tag also 200km zurueck nach Mexikali an die Grenze und am zweiten (dos) Grenzuebergang (Garita) alles innerhalb einer Stunde geregelt. Freundlich, gut organisiert, muy bien!

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10 Jahre Erlaubnis fuer den Bus!

Heute haben wir uns dann nochmal um den Bus gekuemmert. Standart-Inspektion nach 5000km. Ventile einstellen, Oel wechseln und nen neuen Unterbrecherkontakt einbauen. Easy peasy. Ausserdem war das Dach zu reparieren.

IMG_4045 IMG_4043 Mechanic on duty                                                    Beseitigung der letzten Folgen von Cape Breton

Als wir dann um 10 Uhr am Morgen mit allem fertig waren, haben wir das Highlight des Tages in Angriff genommen: Unsere erste Fuhre KOMBUCHA-TEE

Von Michael in New Orleans hatten wir einen Ansatz bekommen. Alle 10 Tage wartet jetzt eine neue Gallone leckeres Teegetraenk auf uns. Fazit: schmeckt sehr lecker, ist sogar auf 4 qm zu realisieren, hat unser kleiner SCOBY gut gemacht!

IMG_4048 IMG_4053                              davor                                                                waehrenddessenIMG_4054

 

links der fertige Kombucha, rechts der neue Ansatz mit SCOBY

Gerade sind wir zurueck gekommen von einem kleinen Ausflug nach San Felipe, wo wir bei El Poblano die bisher leckersten Tacos auf unserer Reise gegessen haben (Geheimtip von Umberto).

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Abends, halb 6 in San Felipe

Morgen frueh heisst es dann: Ensenada, wir kommen. Uebrigens sind wir in Mexico zu Fruehaufstehern geworden, morgens um halb 7 beginnt unser Tag mit einem Sonnenaufgang ueberm Meer, in unserem Vorgarten (dafuer gehen wir aber auch um 21 Uhr schlafen, weil es schon seit Stunden dunkel ist).

Baja!

Wir sind gut auf der Baja California angekommen!

IMG_3991 IMG_4007 unser Zuhause fuer die naechsten Tage                                   Ein neues Land fuer die Tischdecke

Nach lediglich 10 Minuten Grenzprozedere waren wir schon auf mexikanischen Strassen unterwegs nach San Felipe. Hier trafen wir sofort (oder traf er vielmehr uns?) Umberto, einen 77-jaehrigen VW-Bus Fahrer, der uns sofort rumgefuehrt und seinen Bus gezeigt hat. Nach 50 Jahren nutzt er ihn immer noch taeglich. Wir fuehlten uns sofort willkommen.

IMG_3981 IMG_3985Auf dem Weg nach San Felipe                              Gorm und Umberto

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Den Abend am Strand haben wir uns mit den ersten mexikanischen Tacos und Haareschneiden vertrieben. Ohoh!

Bye bye Amiland

Dies ist wohl unser vorerst letzter Beitrag aus den USA. Wir sind gestern Nacht in der Grenzstadt Calexico angekommen, haben eine Versicherung fuer den Bus gekauft, Geld gewechselt, Waesche gewaschen und Kamera-Speicherkarten gekauft. Wir sind also geruestet fuer den Grenzuebertritt morgen frueh. Wir verabschieden uns mit einem letzten american Fastfood und freuen uns auf die Zeit auf der Baja California! Hasta manana, Mexico!

IMG_3938 IMG_3957  Stundenlange Fahrt durch die Wueste                 Arizona hat viel zu bieten!IMG_3964 IMG_3967Oh, Patagonien.. das ging ja schnelll                     Kaktuswald, wie in einem echten WesternIMG_3971 schoen romantisch

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Eine weite Reise in den Westen!

Am. 3.1. sind wir in New Orleans gestartet und seitdem eigentlich nur Auto gefahren. Insgesamt 3200km Wegstrecke sind es von NOLA nach Kalifornien und wir haben schon einiges davon hinter uns geschafft. Die Landschaft hat sich unterwegs mehrmals drastisch veraendert und es kam ein richtig romantisches Roadtrip-feeling auf, bei solchen Aussichten:

IMG_3936 IMG_3913  einlose Weite                                     „Diesen Ausblick geniessen“ wir 10 Stunden am TagIMG_3920 IMG_3922 Schnee in der Hitze ?                                               Corie und Emily leben seit 2 Jahren in ihrem T3

Als kleines Highlight zwischen viel Fahrerei haben wir uns Austin, die Hauptstadt von Texas rausgesucht. Austin ist fuer uns echt schoen gewesen. Ein riesiges Parlamentsgebaeude, saubere Strassen, Papiertueten im Walmart, Biolaeden, Outdoor-Ausruester, eine warme Jacke fuer Eli und ein Kinobesuch waren unsere Highlights. Wir haben den Film „Wild“ (Der grosse Trip) geschaut.

IMG_3909 IMG_3911 IMG_3900  Alles in Texas ist gross               …. sogar das Capitol                und auf jedem Detail steht „Texas“

Heute haben wir dann bei El Paso auf nem Rastplatz angehalten um Fahrerwechsel zu machen und Corie und Emily von „where’s my office now“ getroffen. Die beiden leben seit 2 Jahren in ihrem T3 und fahren in den USA auf und ab, Leider waren sie sehr beschaeftigt und wir konnten uns nur kurz unterhalten. Vielleicht trifft man sich ja wieder!

IMG_3945 IMG_3940 Sonnenuntergang on the road                               Bei so viel Fahrerei wird man schonmal muede

Morgen Abend oder Uebermorgen sind wir in Kalifornien!

Uns gehts gut!

Eine Stadt, die Menschen einsaugt.

Sie ist wirklich etwas Besonderes, Diese Stadt am Golf von Mexico. Oft ist sie in Nebel gehuellt, Oft regnet es und fuenf Minuten spaeter scheint wieder die Sonne. Sie ist die Stadt der Toten, des Vodoo, der Musik und des Mardi-Gras und hat uns fuer Silvester ein Feuerwerk ueber dem Missisippi gezeigt: New Orleans!

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Wie bei Gorms letztem Besuch konnten wir auch diesmal mit Michael viel Zeit verbringen. Er hat uns dieses Mal sogar eingeladen, in einem Gaestezimmer zu naechtigen und wir mussten kein Grossstadt-Camping machen. Heisst: eigenes Bad und Kuelschrank. Dazu zwei Hunde und einen guten Kaffee am Morgen fuer Eli. Die Gastfreundlcihkeit der Amerikaner ist weiterhin gigantisch! Leider war dieses mal nicht soo viel Zeit fuer Arbeitseinsaetze. Trotzdem haben wir mit ihm einen Zaun abgerissen und Loecher fuer neue Pfosten gegraben.

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Das neue Jahr haben wir mit tausenden anderen Menschen am Missisippi eingelaeutet. Das Feuerwerk war zwar nicht gigantisch, aber trotzdem gross genug. Hat ja auch was gutes, wenn nicht so viel Geld verboellert wird. Danach gabs Beignets, eine lokale Koestlichkeit, die aus Teig ist und mit Puderzucker ueberzogen wird, nachdem sie frittiert wurde.

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Michael baut sich im Moment eine Existenz als Fotograf auf und hat uns gefragt, ob wir ihm fuer ein Fotoshooting zur Verfuegung stehen wuerden. Erst waren wir etwas ueberrascht und unsicher aber er hat das gut gemacht und ueber 200 Fotos von uns geschossen. Wer moechte kann einige davon hier sehen:

Die vollstaendige Serie: http://www.michaelleewong.com/gormeli

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Vom Neujahrstag gibts auch wieder viel zu berichten. So hat Michael Freunde zum Dinner eingeladen und wir haben zusammen gekocht, gegessen und geplaudert. Es gab das beste Steak, dass wir je gegessen haben und dazu Kaesspaetzle, Quinoa und Kale, dessen Uebersetzung uns ein Raetsel ist.

Um Zehn haben wir die Tafel verlassen und sind in ne Musikkneipe, in der wir der Brass-Brand Soul rebels (aus New Orleans) gehoert haben. Authentische Musik von hier, die sehr gut und sehr laut war.

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Generell sind wir in den fuenf Tagen, die wir in dieser Stadt verbracht haben viel durch die Strassen geschlendert und haben erkundet. Anders als in den meisten US-Staedten hat diese Stadt so viel zu entdecken und sieht nebenbei noch schoen aus. Viel Geschichte und ein guter Mix aus Architektur und Gruenzeug sorgen fuer ein sehr gutes Gefuehl. Live-oak-trees, die sich auf den Boulevards mit Palmen abwechseln, verfallene Friedhoefe mit Vodoo-Graebern, alte Haeuser mit schmiedeeisernen Balkonen und der dreckige Fluss, auf dem riesige Schiffe auf uns ab fahren. Unbeschreiblich.

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Spricht man von New Orleans darf man auch auf keinen Fall die kulinarischen Besonderheiten vergessen: Cajun-Food mit scharfen Gewuerzen, viel Seafood und Fleisch bleibt einem gewiss im Geschmacksgedaechtnis haengen. Wir haben viel ausprobiert und Eli hat ihr Seafood Debut mit einem Sandwich, das mit frittierten Austern und Shrimps belegt war begangen. Mutig!

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Wenn man die Stadt verlaesst, hat man immer das Gefuehl, man wueder gerne noch laenger bleiben oder man hat noch nicht alles gesehen. Wir haetten zum Beispiel gerne noch ein paar gefuehrte walking-touren gemacht (wir haben nur die „Ghost-tour“ gemacht). Trotzdem war es Zeit aufzubrechen. Wir sind unterwegs nach Californien. 4 Tage Fahrt

Bis dahin!

Wir bitten, die undurchsichtige Reihenfolge der Bilder zu entschuldigen!