Archiv für den Monat: März 2015

Guanajuato – Bis jetzt fuer uns die schoenste Stadt Mexicos

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Die Hauptstadt des gleichnamigen Staates ist fuer uns eine sehr angenehme Abwechslung zum normalen Reisen gewesen. Waehrend Eli eine Woche lang Sprachunterricht genommen hat, konnte Gorm Zeit finden mit Tagebuch und Online-Berichterstattung aufzuholen. Wir konnten guenstig uebernachten und da wir durch das VW-Treffen von vergangener Woche und die Sprachschule auch vor Ort Anschluss hatten, konnten wir uns so ein bisschen vorstellen, wie so das Alltagsleben in der Stadt waere.

IMG_6355 IMG_6283  Stadtansicht  komplett                                                                    Cafe auf einer BrueckeIMG_6306 IMG_6266 schoene Details ueberall                 Camping mit Ausblick

Guanajuato ist wunderschoen. Die ehemalige Silberstadt ist in einem sehr engen Talkessel gebaut und die bunten Haeuschen wirken wie an den Hang geklebt. Aufgrund des mangelnden Platzes musste man frueher einen Fluss durch Tunnel unter der Stadt durchfuehren und hat schnell gemerkt, dass das auch sehr praktisch fuer den Verkehr ist. Heute sind fast alle wichtigen Verbindungsstrassen in einem weit verzweigten Tunnelnetz untergebracht und nur schmale Gaesschen sind ueberirdisch zu befahren. Manchmal gerade einen Meter breiter als unser VwBus.

IMG_6262 IMG_6300 Tunnels aus Hauptverbindungsstrecken            Stadtbild

Andres, den wir vom Bus-Treffen kannten, hat uns von Donnerstag auf Freitag zu sich nach Hause eingeladen, wo er Tortas (belegte Broetchen) vorbereitet hatte. Ausserdem hatte er Freunde eingeladen und so sassen wir den ganzen Abend mit ihm, seiner Familie und seinem Freundeskreis zusammen und plauderten ueber unsere verschiedenen Leben, Mexico, Deutschland, VW-Busse und das Reisen. Er hat uns sogar zum Uebernachten ein Gaestezimmer bereitet!

zz IMG_6326 Beim Fahren                                       Am Abend mit Freunden

Am Tag unserer Abreise wollten wir uns dann noch eine Tradition aus Guanajuato anschauen. Zusammen mit Eugeny, Owen und Jowina (aus der Sprachschule) sind wir zur „ Fiesta de las Flores“ – Feier der Blumen um 7 Uhr morgens in die Innenstadt gelaufen, die von tausenden Blumen geschmueckt war. Auch wir bekamen Blumen geschenkt. Alles war schoen bunt.

IMG_6334 IMG_6338 IMG_6343 IMG_6352 Ausflug auf die „Bufa“ – Den Berg mit der guten Aussicht!

Spaeter haben wir dann noch entschieden, auf einen nahegelegenen Berg zu „klettern“. Eigentlich war es eher eine Wanderung, die uns aber mit einem gigantischen Ausblick belohnt hat.

IMG_6346 IMG_6354 Gipfelkreuz                                                              Abstieg

Gestern Abend sind wir dann in San Miguel de Allende angekommen: eine angeblich sehr schoene Kolonialstadt, daher bei US Touristen und Rentnern sehr beliebt und daher fuer mexikanische Verhaeltnisse recht teuer. Wir wurden dann auch mit Campingplatzpreisen von 280 Pesos begruesst und schauen heute mal, was die Stadt so fuer uns zu bieten hat.

IMG_6304 IMG_6328 Ein Anblick, der das Imkerherz freut                               Fiesta de las FLores

 

Gorm und Eli im Vier-Sterne-Hotel + Wir sind jetzt offizielle Mitglieder der VW-Familie Mexico!

Nach den heissen Quellen ging es fuer uns in das schoene „Kolonialstaedtchen“ Queretaro, das uns mit seinen kolonialen Bauten wirklich gefallen hat. Unser Camp haben wir im Innenhof des 4-Sterne-Hotels Flamingo aufgeschlagen und konnten dort den Pool und die luxurioesen und sauberen Waschraeume und das Fitnesscenter mitbenutzen.

IMG_6142 IMG_6123  Campground: 4-Sterne-Hotel           Wunderschoene Gartenanlage mit BlumenheckenIMG_6128 IMG_6132 Strassenleben in Queretaro (QTO)

Da es so schoen zentral gelegen war, konnten wir abends noch in die Stadt gehen und das Stadtleben geniessen, was ehrlich gesagt keine normale Sache fuer uns ist. Oft sind wir schon um 9 Uhr abends im Bett und schlafen, da wir nachts hier nicht Auto fahren wollen. In Queretaro waren wir also sogar bis nach 22 Uhr in einer Kneipe und haben Bier getrunken und Plaene ausgeheckt.

IMG_6155 IMG_6133 IMG_6143 IMG_6148  Plaene schmieden bei Bier aus Hipsterglaesern                                                  Fruehlingsanfang

Am zweiten Abend in der Stadt hatten wir sogar besonderes Glueck in das Fest des Fruehlingsanfangs reinzugeraten. Tausende Menschen auf den Strassen, Live-Musik ueberall und Tanzauffuehrungen von lokalen Folkloregruppen haben jeden der vielen kleinen Plaetze zu einem eigenen Erlebnis gemacht.  Eigentlich haetten wir noch ein paar Tage in Queretaro bleiben koennen, aber wir hatten ein „Date“:

IMG_6175 IMG_6151 Immer noch Queretaro

Das 3. VW-flavor-Treffen der Kombifreunde aus Guanajuato und Umgebung!

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Ueber unsere Facebookseite ist Andres auf unsere Reise aufmerksam geworden und hat uns zu diesem Event eingeladen. Jedes Jahr zum Fruehlingsanfang werden die automobilen Schaetze aus der Garage geholt und zum Treffen zu einem Schwimmbad zwischen Guanajuato und Silao gefahren. Die Busse waren in erstaunlich gutem Zustand und obwohl sie niemals in Mexico verkauft wurden, waren sogar Westfalia-Campingbusse zu bewundern.

IMG_6186 DCIM101GOPRO  Einer der Besucher kam mit 7 Hunden                       Interessiert an der Drone von Choco LopezIMG_6194 IMG_6227 VW-Family                                                            Andres and Grisel with us.

Da wir eingeladen waren, mussten wir nichts fuer Camping bezahlen und sogar Essen wurde uns in Huelle und Fuelle angeboten. Wir wurden von saemtlichen Teilnehmern mit Essen ueberhaeuft, bekamen Ersatzteile geschenkt und sogar ein Care-Paket von Choco Lopez, einem technikverliebten Mexikaner, der in der Nachbarstadt ein Taco-Restaurant betreibt. Immer wenn wir uns bedankt haben oder uns an den Kosten von Dingen beteiligen wollten wurden wir mit den Worten: „Nein Nein – ihr gehoert doch jetzt zur Familie“ abgewunken.IMG_6205 IMG_6235 Folklore-Tanz-Auffuehrung                                                          Neue Sticker en Masse

Unser Bus war dann auch ein Hoehepunkt des Treffens. Natuerlich ist er gut durchdacht und optimal aufs Reisen ausgelegt, aber die anderen Besucher haben sich fast ueberschlagen vor Interesse. Wir haben bestimmt 15 Fuehrungen durch unser kleines Reich auf spanisch gegeben und es wurden viele Fotos von Innenausstattung und kleinen Gimmicks wie dem Wasserhalter an der Seite oder unserem Anstecktisch gemacht – fuer Nachbauten. Natuerlich wurden wir auch mit vielen Freunden vor unserem „Schneckenhaus“ abgelichtet. Wir haben uns ein bisschen wir Promis gefuehlt.

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Insgesamt war es ein wunderbares Treffen und wir wollen uns nochmal bedanken fuer all die Gastfreundschaft, die uns in diesen Tagen zu Teil wurde.

IMG_6221 Eine Mariachi-Band spielt nur fuer uns!

Wir sind jetzt immer noch in Guanajuato, der Heimatstadt von Andres und der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Eli macht hier einen Sprachkurs und ich versuche den Rueckstand in Tagebuch und Co aufzuarbeiten.

Wir erfahren immer wieder von neuen Menschen, die unseren Blog lesen und auch Immer mehr Leute verfolgen unsere Reise auf Facebook. Mittlerweile sind wir dort bei ueber 1200 angekommen und haben Beitragsreichweiten von ueber 1000 Klicks! Uns freut euer Interesse an unserer Reise!

An die Mamas (und Papas): Uns geht es gut!

Auf zu den Grutas von Tolontongo!

Direkt nach der Abfahrt in Puebla haben wir mal wieder Bekanntschaft mit einem uebereifrigen Polizisten gemacht, der gerne etwas Geld fuer die „Familienkasse“ gehabt haette. Als erses: Es sei nicht in Ordnung, mit europaeischen Nummernschilder herumzufahren. Als wir ihn dann gefragt haben, fuer was die „Iportacion temporal“ sei, hiess es auf einmal Eli duerfte nicht fahren, weil sie nicht versichert waere. Als wir ihm dann den Versicherungsschein fuer beide gezeigt haben, meinte er, man duerfe an bestimmten Tagen nicht fahren, was wir widerlegen konnten, da wir wussten, es gilt nur fuer Mexico city. Naja. Nach 15 Minuten war er es Leid und hat wohl jemand anderen vorbeifahren gesehen, der nach einfacherem Geld aussah. Adelante!

IMG_6020 IMG_6026  Mineral del Monte                    Hier darf sich jeder Farbe holen um sein Haus schoen anzumalen

Da die Grotten aus unserer Richtung am besten ueber einen massiven Canyon zu erreichen sind, haben wir unseren ersten Tagesstopp bei Pachuca im „Chico“ Nationalpark gemacht. Die darin liegenden Orte waren frueher Bergbauorte und sind jetzt zu Touristenattraktionen geworden. Mineral del Monte und Mineral del Chico haben uns mit ihrer Spezialitaet „Pastes“ – einer gefuellten Teigtasche (Wir hatten die Version mit Brombeeren und Frischkaese) verwoehnt.

IMG_6041 IMG_6042 Buntes Treiben im Bergdorf                                  Pastes mit Brombeeren und Frischkaese

Nach der Nacht im Nationalpark waren wir morgens ploetzlich zu fuenft. Oder zu siebt? Erst kam nur ein Hund, der unseren Schinken gerochen hatte und dann waren es auf einmal noch mehr. Einer war unser Favorit. Er war echt freundlich und hat sich, als die anderen gemerkt haben, dass es nix zu holen gibt unter den Bus gelegt und geschlafen. Am liebsten haetten wir ihn  mitgenommen.

IMG_6037 IMG_6040 Camping                                                               mit Hund

Nun zum Canyon: fuer 25km Canyon haben wir 3 Studen gebraucht. Unbefestigte Schotterstrasse, keine Seitenbegrenzung und sehr steile Ab- udn Auffahrten haben diese Episode zum Erlebnis gemacht. Wir haben spektakulaere Aussicht genossen und sind am Ende von der hochkonzentrierten Fahrerei sehr muede gewesen. Der Bus hat wie immer seine Abstammung aus der Familie der Bergziegen bewiesen und ohne auch nur mit der Wimper zu zucken alles mitgemacht. Wahrscheinlich hat ihm die Aussicht auch gefallen. Welcher Bus kriegt schon solche Strassen zu Gesicht?

IMG_6084 IMG_6066 Barrancas de Metztitlan                 Aufstieg auf unbefestigter StrasseIMG_6091 IMG_6081 Alles noch da wo es hingehoert?                          Ein steiler Abgrund rechts neben der Strasse

Belohnt wurden wir in den Grutas von einem heissen Fluss, Ja richtig, einem heissen Fluss. 34-38 Grad heisses Wasser, eine Hoehle in der heisses Wasser von der Decke tropft und eine Grotte, die halb mit Wasser gefuellt sind bedeuteten Badespass!. Leider hat Gorm wohl an dem Tag etwas falsches gegessen oder zu viel Thermalwasser geschluckt und so wurde die Nacht .. Naja, reden wir nicht drueber.

IMG_6099 IMG_6111  Parkplatz am heissen Fluss              Bade-Grotte mit heissem Wasser

IMG_6100 IMG_6113 Am Wochenende kommen die Massen aus CDMX                Eingang zum „Tunnel de Vapor“

Der naechste Tag wurde dann noch bis zum Nachmittag zum Baden genutzt und dann haben wir den Weg nach Queretaro  eingeschlagen, wo wir uns in der Parkanlage eines 4-Sterne-Hotels einquartiert haben. Auch keine schlechte Erfahrung! Ueber Queretaro berichten wir aber im naechsten Post

Uns geht es PRIMA, wir sind auf dem Weg zu einem VW-Bus-Treffen

Popocatepetl und Iztacchihuatl

Sarah und Matt hatten wir schon im letzten Blogpost erwaehnt. Sie sind mit ihren Fahrraedern auch am 13.Maerz aufgebrochen, genau wie wir in Richtung Puebla. Um 9 Uhr morgens! Wir habens nach wichtigen Internetangelegenheiten (Blog und Skype) erst um 3 Uhr mittags auf die Strasse geschafft und hatten die beiden schon nach 1,5 Stunden Fahrt eingeholt. Sie waren etwas halsbrecherich mit ihren Raedern auf der „Autopista“ – Autobahn unterwegs und weil wir uns gefreut haben die beiden wieder zu sehen und auch etwas Mitleid hatten (bis Puebla waren es noch ca. 50Km) haben wir an der naechsten Nothaltebucht angehalten und schwupp die Wupp die Raeder aufs Dach geladen. So hoch war der Bus wohl noch nie beladen. Ein rollendes Hochhaus quasi.

IMG_5974 Ein rollendes Hochhaus – Hier haben wir Matt und Sarah an der Autobahn aufgegabelt.

Wir haben all ihren Kram und Sie in den Bus eingeladen und sind die letzten 50Km bis Puebla zusammen gefahren. Im Church&Church (unsere Mexico-Reise-Bibel) haben wir einen wunderbaren Campground fuer uns gefunden und ihn fuer 200 Pesos fuer 4 Personen ergattert. Unter Jakaranda-Baeumen haben wir die Nacht verbracht. Nach gemeinsamem Abendessen haben wir noch Plaene fuer den naechsten Tag geschmiedet:

IMG_6004 IMG_6003 Jakarandabaum                                Nahaufnahme

Nach dem Fruehstueck ging es auf Expeditionstour: Der Weltbekannte Vulkan Popocatepetl und seine Geliebte Iztacchihuatl wollten von uns erfahren werden. Zuerst war die Passstrasse des „Paso de Cortez“ noch asphaltiert. Die letzten 15 Km waren aber steile Schotter- und Schlammpiste und wir hatten kurzfristig Sorge, es nicht bis zum hoechsten Punkt des Passes zu schaffen. Teilweise war der Schlamm 20 cm tief und der Bus bis zu den Radkappen in der Bruehe. Teilweise sind wir sogar seitlich gerutscht doch dank der schweren Hinterachse und des Super-Busjens sind wir kein einziges Mal stecken geblieben.IMG_5978 IMG_5993 fiese Schlammpiste – keine Probleme dank des Superbusses und der Sonderbeladung!

Oben am Berg erwarteten uns dann Schnee,Wolken und hunderte kleine „Cocinas economicas“ (kleine Restaurants – Garkuechen). Wir haben einen kleinen Spaziergang zwischen den Bergen gemacht und uns dann kulinarisch in den Garkuechen versorgt. Es war sehr bewoelkt und leider konnte man die Gipfel der Berge nicht erkennen. Um den Vulkan ist seit 2012 wegen Aktivitaet eine Schutzzone von 12 Km eingerichtet. Hoeher ging es also fuer uns nicht.

IMG_5984 IMG_5996 Im Hintergrund die Cocinas Economicas                      Hier ist Ende, kein Weiterkommen

IMG_5982 IMG_5986 Ein kalter Wind weht zwischen den Bergen       Wir verkrochen uns zu viert im Bus

Sarah und Matt haben irgendwann ihr Zelt aufgebaut und dann haben wir noch eine Weile lang Rommee im Bus gespielt. Ploetzlich fing es an zu hageln und es wurde immer mehr. Da die Wolken auf dieser Hoehe nur knapp ueber den Berg ziehen, waren wir also genau im Auge des Hagelsturms. Im Busjen kein Problem aber wir hatten doch etwas Angst um das Zelt von Matt und Sarah. Es hielt stand und dank der Waermflaschen, die wir uns gemacht hatten, waren auch die 2 Grad Celsius kein Problem.

IMG_5981 IMG_5998 Ein eiskalter Morgen am zweit- und dritthoechsten Berg Mexicos.

Am naechsten Morgen sind wir dann wieder bergab gefahren und weil wir eines der ersten Fahrzeuge auf dem Pass waren, war die Piste nicht so schlammig wie am Vortag. Auch die Nacht auf 3600 Hoehenmetern war kein Problem. Keine Anzeichen von Hoehenkrankheit oder aehnlichem.

IMG_6001 Abschied nach ein paar Tagen gemeinsamer Reise

Wieder zurueck in Puebla haben wir uns als Abschiedessen das mexikanische Nationalgericht „Mole“ gegoennt – Eine Sosse aus Schokolade und Gewuerzen die zu Huhnchen und Reis serviert wird! Da Matt und Sarah weiter nach Sueden ziehen und wir vorerst wieder in den Norden hochfahren, trennten wir uns am naechsten Morgen.

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Am naechsten Morgen konnten wir die Beiden doch noch sehen: Popo links und Izta rechts!

Uns geht es gut!

CDMX – Die Stadt, die besser ist als ihr Ruf!

Zuerst: CDMX= Ciudad de Mexico = Mexico City

IMG_5896 Viel Regen kann uns nicht die Laune nehmen!

Mal ehrlich: Wenn man irgendjemanden ueber Mexico City reden hoert, dann kriegt man meistens nur mit, wie chaotisch, unorganisert, dreckig und kriminell diese Stadt ist. Mit einem etwas mulmigen Gefuehl sind wir deshalb in Teotihuacan in den Bus in die groesste Stadt der Welt gestiegen. Zur Sicherheit haben wir mit unseren neuen Freunden Sarah und Matt zusammen diesen Teil der Reise angetreten. Schon als wir die Ubahnstation betreten, um zusammen ins Zentrum zu kommen, wird klar: An unserem Bild ist etwas falsch! Dreckig und unorganisiert stimmt auf keinen Fall. Es ist sauberer als viele US-Staedte:

IMG_5855 IMG_5864Der Zentralplatz: Zocalo                                         Saubere Strassen, teure Boutiquen

Die Treppen aus der U-bahnstation am Zocalo waren dann wie ein Aufstieg in eine Parallelwelt. Obwohl nirgendwo Muelleimer stehen liegt kein Muell herum. Alle ist sauber und es gibt nicht mal Strassenhunde, wie sonst in jeder anderen Stadt! Der Verkehr ist dank Ruhezeiten fuer bestimmte Autos ueberschaubar und die Gebaeude sind modern. Fuer geringes Geld kann man in einem Hotel unterkommen und sich sehr effizient bewegen (eine Fahrkarte kostet nur 5 Pesos = 20 Eurocent und gilt fuer eine einfache Fahrt egal wie weit und mit wievielen Umstiegen). Ueberall gibt es historisch oder kulturell interessante Gebaeude, zahlreiche Museen und auch kuenstlerisch hat die Stadt viel zu bieten.

IMG_5850 IMG_5911 Palacio de las Bellas Artes                                    Bibliothek der UNAM fuer die Hasenmama

Frida Kahlo und Diego Riviera waren hier zu Hause und haben in etlichen Gebaeuden Wandmalereien oder andere Gemaelde hinterlassen. Wir haben ihre Spuren in 2 Museen verfolgt und viel ueber die Leben der beiden Kuenstler gelernt.

IMG_5923 IMG_5930  Frida Kahlo Kunstwerk                       Und ihr Studio                                     IMG_5940 IMG_5958 IMG_5932 Blaues Haus                                Blumenmarkt                              Eli hochkonzentriert

Der Hoehepunkt jedoch war das Treffen mit Elis Verwandschaft. Mireyas Familie (Lizeth, Morena, Patrizio und Maya) fuehrte uns zu traditionellem Essen aus. Es gab Pozole, eine Art Suppe mit Fleisch und Maiseinlage. Dazu Chicharron, Tostadas, Avocado, Zwiebel und Limetten. Sehr lecker. Aber damit nicht genug. Wir wurden noch quer durch die Stadt kutschiert und konnten uns Ziele fuer die noch kommenden Tage aussuchen. Vielen Dank, ihr habt Mexico City echt zu einem wunderbaren Zwischenstopp fuer uns gemacht!

IMG_5885 Mittagessen mit der Verwandschaft. Wer genau hinsieht erkennt im Teller „Pozole“

IMG_5966 IMG_5918 U-bahn-fahren wie in Berlin                                   Mjam-mjam

Leider hat es gerade im Moment als wir eins der Boote in Xochimilco besteigen wollten angefangen zu regnen und wir haben einen Rueckzieher gemacht! Trotzdem haben wir die Zeit gut genutzt und sind in den Nobelvierteln Coyoacan und San Angel herumgelaufen und haben uns an den doerflich anmutenden Strassen erfreut.

IMG_5893 IMG_5894 Bootsfahrt abgesagt wegen Regen                                            Baeh, nass!

IMG_5952 IMG_5946 Doerfliche Atmosphaere mitten in Mexico City, der groessten Stadt der Welt!

Ein weiteres Highlight war auch der Besuch des anthropologischen Museums, dass so riesig ist, dass wir einen komplettten Tag dafuer gebraucht haetten. Es wird von jedem Mexikaner als „absolutes Muss“ bezeichnet, was wohl auch Christa und Stefan zu Ohren gekommen ist. Wir trafen die beiden direkt am Eingang und die Freude ueber das Widersehen war gross. Vielleicht erinnert ihr euch an die Zwei: Wir haben damals auf der Baja die Walbeobachtung mit ihnen zusammen gemacht! Wir haben uns direkt fuer den naechsten Morgen zum Fruehstueck im Cafe „La Habana“ verabredet. Dort haben angeblich schon Che Guevara und Fidel Castro die kubanische Revolution abgemacht!

IMG_5891 IMG_5848 Cafe Habana mit Christa und Stefan                                        Monument der Revolution

 

Nach vier Tagen und drei Naechten sind wir dann nach einem abschliessenden Besuch eines riesigen Kunstmarktes wieder zurueck zu unserem Busjen.

Fuer alle VW-Bus-Fans: Mehr vom Busjen gibt es bald!

Fuer die Muetter: Uns gehts prima!

die groessten Pyramiden Amerikas

Puh, im Moment sind wir echt in einer intensive Phase unserer Reise. Seit wir auf dem Festland angekommen sind, geht alles so schnell! Ein Hoehepunkt jagt den anderen. Auf der Baja war alles noch Mexico „light“. Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen und haben uns bis nach Mexiko-City, dem vorerst suedlichsten Punkt unserer Reise gebracht.

IMG_5721 IMG_5728 Camping-Idylle in Atlacomulco                             Abfahrbereit nach Teotihuacan

Den Bus haben wir nicht mit in die Stadt genommen. Da in der Stadt so viele Menschen leben, wurde der Verkehr reguliert und auslaendische Fahrzeuge duerfen nur zu bestimmten Zeiten fahren. Wir haben also unser Zuhause auf einem Campingplatz in Teotihuacan gelassen!

TEOTIHUACAN? Moment mal, da klingelt doch etwas.. Genau, in Teotihuacan sind die groessten Pyramiden, die man auf dem amerikanischen Kontinent finden kann. Eine Ausgrabungsstaette von gigantischem Ausmass. Frueh am Morgen machten wir uns auf und wanderten dann geschlagene 5 Stunden durch das Areal, auf dem vor sehr vielen Jahren die groesste Stadt Mesoamerikas war. Wir kletterten auf die Pyramiden und schauten uns im Museum um und sind immer noch sehr beeindruckt. Es ist schon faszinierend wie die Teotihuacan (weder Atzteken ncoh Maya) diese Stadt geplant (Abwassersystem!) und aufgebaut haben.

IMG_5737 IMG_5736 Von der Pyramide des Mondes                             Auf die Pyramide des Mondes zu

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IMG_5761 IMG_5815 Selfie                                                                          Verzierungen der Pyramiden

Auch der Campingplatz im Ort ist wieder ein Sammelbecken fuer Selbstfahrer, die in den Amerikas herumtuckern. So trafen wir Schweizer, Amerikaner und ein Fahrradfahrerpaerchen aus England und Australien. Wir haben dann gestern Abend die ganze Meute zu uns vor den Bus eingeladen und sehr lange mit allen geredet und geschlemmt. Um 11 sind wir dann alle hundemuede ins Bett, da die Nacht zuvor alle 3 Stunden ein Knallerfeuerwerk abgefeuert wurde und keiner schlafen konnte! So ist das in Mexiko!

IMG_5826 gemeinsames Abendessen mit Marcel, Denise, Mattew, Sarah, Karen und Adam.

Heute sind wir dann zusammen mit den Fahrradfahrern in die Stadt rein und haben unser Hotel bezogen. Zwischenfazit: So chaotisch und hektisch wie alle sagen, finden wir Mexico City garnicht.

Trotz des Grossstadtflairs haben wir auf einem Kunsthandwerksmarkt Farbakzente gefunden:

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Patzcuaro und die Monarchfalter

Vom Vulkan ging es direkt nach Patzcuaro, einer kleinen, sehr schoenen Marktstadt, die uns mit einem fuer mexikanische Verhaeltnisse sehr komfortablen Campground empfing. Heisse Duschen und schnelles Internet locken hier die Overlander, vor allem die, die in VW-Bussen unterwegs sind an. So trafen wir dort 3 andere Bus-Besatzungen!

IMG_5107 IMG_5037 Jackie, Cameron,Marina, David und wir               Gregor und Janice mit uns

IMG_5081 IMG_5052 Geschicklichkeitsspiel                    Ein Kolibri am Campingplatz

Unsere Zeit dort nutzten wir hauptsaechlich zur Kommunikation mit zu Hause. Trotzdem haben wir uns auch zu zwei kleinen Ausfluegen aufgerappelt: Zuerst ging es zu einer Insel im anliegenden See, von der wir allerdings bei naeherem Hinsehen eher enttaeuscht waren. Danach ging es jedoch in die Stadt und dort war keine Enttaeuschung mehr zu spueren. Das Zentrum wirkt wie ein riesiger Markt, der sich um 2 grosse Plaetze angesiedelt hat. Wir sind etwas herumgeschlendert und haben lecker an einem Strassenstand gegessen.

IMG_5074 IMG_5069 Bunte Haeuser                                 Von Weitem Hui, von Nahem…

IMG_5099 IMG_5083 IMG_5093 Essen                                               Markt                                             Flanieren in Patzcuaro

David und Marina, die auch im Bus unterwegs sind, hatten ebenfalls vor zu den Monarch-Schmetterlingen zu fahren und so trennten wir uns am Morgen, um uns nach einer langen Fahrt ueber sehr hohe Passstrassen wieder zu treffen. Wir sind aufgrund des langsameren Busjens und einem Umweg ueber einen sehr schoenen Toepfereiort etwas spaeter als sie im „Santuario de las Mariposas Monarcas“ angekommen. Die Nacht vor den Schmetterlingen haben wir auf 3000 Hoehenmetern geschlafen.

IMG_5139 Schmetterlingstrauben am fruehen Morgen

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Am naechsten Morgen hiess es dann um 8 Uhr: Auf zu den Schmetterlingen! Wir traten die letzten 300 Hoehenmeter zu Fuss an und sind nach ca. 1 Stunde bergauf wandern mitten in ihrem Lebensbereich angekommen. Da es noch so frueh war, hingen die Monarche alle in grossen Trauben an den Aesten der Baeume und haben sich vor der Kaelte geschuetzt. Nur Einzelne sind schon umhergeflattert.

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Nach einiger Wartezeit wurden die Trauben dann von der Sonne erwaermt und die Schmetterlinge erhoben sich zum Flug. Sie setzten sich auf Wiese, Weg und Aesten ab und nahmen Wassertropfen vom Morgentau auf. Kurz darauf war die Luft gefuellt von Schmetterlingen. Es waren so viele, dass man ihr Flattern sogar hoeren konnte. Insgesamt verbrachten wir fast 5 Stunden staunend im Schmetterlingsparadies.

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Nun sind wir in Richtung Mexico City unterwegs und werden wohl morgen nach Teotihuacan zu unseren ersten grossen Ruinen fahren. Dort werden wir den Bus ausserhalb der Stadt stehen lassen und uns mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg in die Stadt machen.

PS: Uns geht es gut!

Tequila und ein gottesfuerchtiger Vulkan

Auf unserem Weg gen Sueden sind wir schnell voran gekommen. 3Tage, 3 Bundesstaaten und viele Kilometer am Meer und durch die Berge hielten schoene Momente und neue Erfahrungen fuer uns bereit:

IMG_4907 IMG_4909 Tropischer Strand-Campingplatz…                       …mit Ausblick aufs Meer

IMG_4925 IMG_4920 Fruehmorgendliches Roadtripping                             Einer von vielen  LKWs voller Zuckerrohr

Tequila, die Geburtsstadt des gleichnamigen Getraenks sollte eigentlich nur ein Ort fuer eine kleine Pause inmitten von Agavenfeldern sein, entpuppte sich dann aber als sehr schoene Stadt, in der wir eine Fuehrung durch die „Casa-Sauza“ Destille gemacht haben. Incl. Tequila-Verkostung und einem Tamarinde-Guayaba-Cocktail.

IMG_4939 IMG_4961 Agavenfelder                                                             Strassenimpression aus Tequila

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Gestern sind wir dann nach Angahuan gefahren, um einen sehr jungen Vulkan zu sehen. Der Vulkan ist von 1943 bis 1952 ausgebrochen und hat ein ganzes Dorf unter seinen Lavafluessen begraben. Nur der Kirchturm und der ehemalige Altar wurden von der Lava verschont: Fuer die Bewohner ein Zeichen der Maechtigkeit Gottes.

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IMG_5008 IMG_4998 Halb versunken                                                                              Der Altar blieb verschont

IMG_5025 IMG_5018 Elisabeth                                                                  und Gorm

Heute sind wir dann in Patzcuaro angekommen und werden hier wohl 2 Tage verschnaufen, bevor es zu den Monarch-Schmetterlingen auf 3000 Hoehenmeter geht!

Uns gehts gut!