Archiv für den Monat: Juni 2015

MEXICO!

Zuerst einmal: Wir sind wieder zurueck in Mexico!

Die Hitzewelle in den USA (bei Phoenix 46 Grad) konnten wir schlussendlich doch mit viel Geduld an den Nachmittagen hinter uns lassen. Ein letztes Mal bei Trader Joe’s einkaufen, nochmal zu Walmart und mit der neuen Solardusche nochmal schoen sauber fuer den Grenzuebertritt machen – Man will ja nicht wie ein Dreckspatz ueber eine Landesgrenze fahren.

IMG_8256  IMG_8264  Trader Joe, unser Lieblings-Supermarkt                                      40 Grad nach SonnenuntergangIMG_8253 IMG_8251 Hau ab, Sonne!            You look like you would love some Raspberries – geschenkte Himbeeren

Vor 3 Tagen sind wir dann frueh morgens in Las Cruces, NM gestartet und haben die kompletten 400KM bis nach Chihuahua incl. Grenzuebertritt an einem Tag absolviert. Der Grenzuebergang war wie erwartet schnell gemacht. Nach einem kurzen Abschieds-Verhoer auf amerikanischer Seite konnten wir unsere mexikanische Tourist-Card beantragen und gen Sueden losfahren. Da wir recht schnell weiterkommen wollten, sind wir praktisch 3 Tage am Stueck gefahren und jetzt schon in Zacatecas, im sogenannten Speckguertel Mexicos angekommen.

IMG_8285 IMG_8273 Solardusche – Vorsicht, heiss!                                                            Viel Wasser zu sich nehmen!IMG_8299 IMG_8297 Unser erster Regen in Mexico: sieht so aus, als waeren wir in die Regenzeit unterwegs!

Eine sehr schoene Begegnung aus Chihuahua war die mit Miguel, der uns am Sportzentrum gesehen hat. Er hat zuerst gefragt, ob er ein Foto von unserem Superbus machen darf und dann kamen wir ins Gespraech. Er reist selbst sehr gerne und war auch schon in Europa unterwegs, weswegen wir ein paar Reisestories austauschen konnten. Leider musste er relativ schnell wieder weg und wir sind zum normalen Programm – sprich essen – uebergegangen. Als Gorm etwa eine halbe Stunde spaeter dann den Abwasch gemacht hat, hielt ploetzlich ein graues Auto hinter dem Bus und rollt die Scheibe runter: Miguel, der ein Mexico-Trikot fuer uns rausgesucht hat und es uns mit einer Kappe schenkt – als Erinnerung an Chihuahua und Mexico. Kaum hatte Gorm die Geschenke in der Hand, war er wieder weg. Wir konnten nur spaerlich Danke sagen. Welch ein wunderbares Geschenk! Die meisten Souvenirs, die man sich selbst kauft, tragen zwar Erinnerungen an Orte, die man besucht hat aber nicht an die vielen schoenen Begegnungen, die man hat. Immer wenn einer von uns das Trikot nun anhat, werden wir an Chihuahua zurueckdenken und uns freuen, was die Mexikaner doch fuer freundliche Leute sind!

IMG_8311 IMG_8308 Stolz wie Oskar mit neuem Trikot                                                         Nudeln mit Tomatensosse

Heute werden wir dann nach San Luis Potosi weiterfahren und uebermorgen unser erstes richtig neues Reiseziel – Xilitla ansteuern. Dort werden wir uns vielleicht ein paar Ruhetage nach den ganzen Abenteuern der letzten 3 Monate goennen, das Tagebuch wieder aktualisieren und den Bus aufraeumen und Wartungsarbeiten vornehmen.

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Uns geht es PRIMA!

Wir sind wieder zurueck in unserem eigentlichen Reiseleben…

.. Zu viel ist passiert in letzter Zeit, um alles hier haargenau zu erzaehlen. Seit dem letzten Post haben wir das gemietete Wohnmobil zurueckgegeben und sind mit einem weiteren Mietwagen zurueck nach Sacramento gefahren, wo wir Inge, eine Freundin der Schneider-Familie, besucht haben und den Bus wieder in Empfang nahmen. Der Bus wollte zuerst nicht so recht starten aber nachdem eine neue Batterie verbaut und die alte wieder aufgeladen war, konnten wir wieder fahren.

IMG_8089 IMG_8090 Hof-Stellplatz                                                           Abschied von Inge und Johanna

Wir haben dann die ersten Naechte noch in Sacramento verbracht und auf dem Hof von Inge im Bus geschlafen. Sozusagen, um uns langsam wieder an die kleine Wohnung zu gewoehnen. Als dann leider die Abreise fuer Elis Eltern bevorstand, sind wir auch gen Sueden aufgebrochen und haben unsere ersten Tage im beruehmtesten Nationalpark der USA verbracht: Im Yosemite-Nationalpark!

IMG_8092 IMG_8125 Der beruehmteste Park der USA                    Half-Dome – Markenzeichen von „The North Face“

IMG_8106 IMG_8098 Altschlappen-Entsorgung,         Hier sind so viele Touristen, da braucht man Sattelschlepper!

Der Park ist nicht nur total ueberfuellt zu dieser Jahreszeit, nein er ist auch wunderschoen. Unser erster Anlaufpunkt war ein offizieller Campground. Ja, wir haben uns mal so richtig was geleistet und nicht undercover gecampt. Am naechsten Tag sind wir die beruehmte Tioga-Road gefahren und haben am Glacier-Vista-Point die Aussicht genossten und viele schoene Fotos gemacht. Um dann doch nicht uebermuetig zu werden, haben wir wieder in unsere kostenlos-Schlafplatz-Routine gefunden und einen perfekten Stellplatz unterhalb von schneebedeckten Bergen gefunden.

IMG_8109 IMG_8143 Offizieller Campground                                          Gorm in der Abendsonne IMG_8135 IMG_8120 Schoen, ne?                                                             Schoen, ne?

Vom Yosemite ging es dann in brutalster Hitze (ca. 42 Grad im Schatten und ueber 50 in der Sonne) nach Big Pine, wo wir bei 100 Grad Oeltemperatur anhielten, um die Mittagshitze unter Baeumen abzuwarten. Schliesslich stand eine Bergetappe bevor, die wir erst um ca. 19 Uhr antreten konnten, da es dann auf 37 Grad abgekuehlt war.

IMG_8248 IMG_8246  Abkuehlung….                                                                                                          …wegen der Hitze

IMG_8186 Abkuehlung auch fuer den Bus!

Bergetappe heisst: Auf zu den aeltesten vitalen Baeumen der Welt. Die Bristlecone Pines in den White Mountains sind zum Teil ueber 4000 Jahre alt und immer noch am Leben! Wir sind dann heute frueh am Morgen einen 7,2 Km langen Fussweg auf ca. 3200 Metern Hoehe gewandert und haben uns gewundert, welcher denn nun der Aelteste von ihnen ist. Um diesen „Methusalah“ zu schuetzen, sind die Baeume naemlich nicht markiert und man muss raten.

IMG_8242 IMG_8231  Welcher ist wohl der Aelteste?                                              IMG_8227  IMG_8240 Wurzelskulpturen, die ueber die Jahrtausende gewachsen sind.

Uns geht es trotz der Hitze gut, sehr gut!

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Oaxaca, der Staat an der Suedkueste Mexicos

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Es ist immer eine Freude, wenn man andere Overlander – So nennt man uns im Reisejargon  – trifft. Zum Einen teilt man irgendwie ein aehnliches Leben auf der Strasse und hat sich deshalb viel zu erzaehlen, zum Anderen sind immer wertvolle Tips fuer Campingmoeglichkeiten und Sehenswuerdigkeiten im Austausch. Auf unserem Weg nach Oaxaca City wurden wir von einem Pickup mit Wohnkabine aus Virgina ueberholt. Etwas spaeter haben wir den Wagen dann an einer Pemex (staatl Tankstelle) wiedergefunden. Colin und Carrie entpuppten sich als sehr freundlich und wir redeten bis tief in die Nacht. Weil wir lange keine anderen Overlander getroffen haben, waren wir besonders Austauschfreudig. So bekamen wir einen Gold-Tipp fuer Camping in der Naehe von Oaxaca und die Empfehlung einer Sehenswuerdigkeit:

IMG_8714 wakethedead Ein Bierchen mit Gleichgesinnten                                                               Treffen an der Tankstelle

Hierve el agua! Nachdem man sich ueber kleine, geschotterte Strassen auf ca. 1900 Hoehenmeter hochgeschraubt hat, kommt man an einem kleinen Park an, der irgendwo zwischen Naturschauspiel und Vergnuegungspark liegt. Einige sehr kalkhaltige Quellen kommen in der Naehe des kleinen Ortes aus dem Boden und haben ueber die Jahre mehrere versteinerte Wasserfaelle geformt. Als ob das aber noch nicht imposant genug waere, wurden oben auf einem der Wasserfaelle mehrere Becken angelegt, in denen man mit Premium-Ausblick im angeblich sehr gesunden „Heilwasser“ baden kann. Haben wir gemacht und dann auch direkt vor Ort noch genaechtigt!

IMG_8687 IMG_8677 Ueberblick vom Campingplatz                              Beim BadenIMG_8666 IMG_8657 Aussicht aus dem Wasser                                       Versteinerter Wasserfall

Die zweite schoene Camping-Moeglichkeit war dann nur noch 40 Kilometer entfernt und so sind wir nach einem Zwischenstopp in Mitla zur „Overlander-Oasis-Oaxaca“gekommen, die eigentlich in Tule liegt. Tule ist bekannt fuer seinen dicken Baum, den „Arbol de Tule“, der angeblich der Baum mit dem groessten Stamm-Umfang der Welt ist. Ausserdem kann man von Tule aus mit dem Collectivo-Taxi fuer ein paar Cent in die Stadt reinfahren und sich den chaotischen Verkehr sparen. Haben wir auch gemacht, sogar 2 Mal: Beim ersten Mal, um Colin und Carrie und die Kiwis (andere Overlander) wieder zu treffen, beim zweiten Mal um die Stadt anzuschauen.

IMG_8743  IMG_8744 Riesenbaum…                                                                                                        … mit Riesenstamm

IMG_8735 IMG_8731 IMG_8718 IMG_8727 Impressionen aus Oaxaca Stadt und  zu siebt mit den Kiwis im Taxi!

Dann waren da noch die Ruinen: In Mitla ist eine eher unbekannte Ausgrabungsstaette mit interessanten Stein-Reliefs und Grabstaetten unter den Pyramiden, in die man hineingehen kann. Monte Alban ist weltbekannt und auf dem Gipfel des hoechsten Berges in Oaxaca-City. Die Ruinen sind unter den aeltesten in ganz Mexico und besonders interessant ist die Tatsache, dass die Zapoteken und Mixteken (die dort gewohnt haben) schon sehr frueh astronomische und kalendarische Kenntnisse hatten.

IMG_8699 IMG_8698 Ruinenstadt Mitla…                                                                                 … mit aufwendigen Reliefs

IMG_8777 IMG_8770 Zum Vergleich Monte Alban                                                                     hoch oben auf dem Berg

Von dort aus sind wir dann an die Kueste hinabgefahren, wo wir uns im Moment aufhalten. Ca. 250 Km mit Uebernachtung in Ocotlan. Wir hatten Glueck: Dort war gerade Markttag und wir konnten dem bunten Treiben zuschauen. Der Weg am naechsten Tag nach Puerto Angel war sehr kurvig, weswegen wir fuer die 200 Km ca. 8 Stunden gebraucht haben. Es hat sich aber gelohnt: Ein verschlafenes Kuesten-Oertchen, das Refugium fuer Alt-Hippies, Surfer-Paradies und vor allem ein Ort zum Relaxen ist.

IMG_8789 IMG_8787 Markt in Ocotlan                                                    Einmal Fleisch bitte!IMG_8799 IMG_8797 Danach die Berge hinab zum Meer                    und zwar im Nebel

Uns geht es gut!

IMG_8739 IMG_8793 Oh, und Elis Haare haben wir abgeschnitten!

Viel Programm – Wenig Zeit zum Schreiben

Unsere Wohnmobil-Auszeit von der Reise neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und wir haben wieder viel zu berichten. In 4 Tagen geben wir den komfortablen Riesen-Camper zurueck und in etwas mehr als einer Woche sind wir wieder mit dem Bus unterwegs nach Sueden.

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Seit dem letzten Eintrag hier haben wir viel gesehen und mit Elis Aktiv-Eltern jede Menge Programm gemacht. Wir sind ueber Mesa Verde in die beiden Staedte Santa Fe und Albuquerque gefahren und von dort aus ueber ein Indianerdorf, verschiedene Canyons und das beruehmte Monument Valley an den Lake Powell bzw. Horseshoe-bend. Dort haben wir jetzt zwei Ruhetage geplant.

IMG_7899 Junior-Ranger zu sein ist eine Ehrenaufgabe!

Mesa Verde ist beeindruckend. Wir haben 2 der beruehmten Cliff-Behausungen besichtigt. Eine auf eigene Faust und eine mit einem Ranger. Wirklich beeindruckend fanden wir, wie die Leute vor 800 Jahren mit einfachsten Mitteln Gebaeudekomplexe gebaut haben, die heute noch stehen. Jedes heutzutage gebaute Material waere in 800 Jahren nur noch Bauschutt oder Plastikmuell.

IMG_7850 IMG_7830 Cliff Palace – Auf Tour mit einem Ranger!                       Warten aufs Essen IMG_7831 IMG_7841 Und zwar auf Bratwurst                            Nahaufnahme einer CLiff-Siedlung

Santa Fe , die Hauptstadt New Mexicos und Albuquerque, die groesste Stadt des Staates sind beide im Pueblo-Stil gebaut. Haeuser im Stil der Siedlungen der Ureinwohner sind hier in Sand-und Erfarben zu schoenen Geschaeften oder Restaurants ausgebaut. Im Gegensatz zu den bekannten amerikanischen Vorstadt-Kulissen sind sie wunderbar anzuschauen und man fuehlt sich in eine andere Zeit versetzt. Ein eine Zeit ohne Beton-wuesten und Neonschilder. Schoen!

IMG_5346 IMG_5342  Das Wohnmobil versteckt hinter einer Statue                                                   Auf WanderschaftIMG_5339 IMG_5348 Geschaefte im Pueblo-Stil                                    Parkgebuehr auf Vertrauensbasis

Acoma, the City in the Sky – ein Indianer-Pueblo hat uns vor allem durch seine hohen Preise beeindruckt. Man bezahlt der Indianer-gefuehrten Gesellschaft 23 Dollar, um mit einem Shuttle auf den Pueblo-Berg gefahren zu werden und erlebt dort eine gefuehrte Tour, bei der man eigentlich nur von Verkaufsstand zu Verkaufsstand eskortiert wird. Informationen ueber den Indianerhintergrund werden nur sehr duerftig gegeben und Wenn man die Verkaeufer fragt, ob man ihre ueberteuerten Waren fotografieren darf, heisst es NEIN. Irgendwie unbefriedigend.

IMG_5376 IMG_5362  Dorfansicht                                                             Foto machen – schnell weiterIMG_5366 IMG_7883 Kirche und Friedhof                                            Bitte keine Kunst oder Menschen fotografieren.

Canyon de Chelly hat uns mit einer Wanderung auf sportlichen Pfaden gehalten. Ca. 4,5 Kilometer mit mindestens 400 Metern Hoehenunterschied haben uns in der Mittagshitze schwitzen lassen. Danach ging nur noch ausruhen und Fuesse hochlegen.

IMG_7914 IMG_7919  Behausungen wie in Mesa Verde                                 Schoener+ anstrengender WanderwegIMG_7926  IMG_7908 Drei Meter Abstand zum Rand – sieht gefaehrlicher aus, als es ist!

Das aus den John-Wayne-Filmen bekannte Monument Valley hat genauso wie das Acoma Sky-village preislich den Rahmen gesprengt. Die Indianer langen ordentlich zu, wenn es darum geht, ihr Land zu besuchen. Trotzdem waren die Ausblicke fantastisch. Meterhohe, riesig breite Steinsaeulen, die sich aus dem flachen Land in den Himmel erheben. Wild Wild West!

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Heute haben wir dann den Horseshoe-bend besichtigt und ein paar schoene Bilder gemacht!

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Trotz des Komforts im Wohnmobil freuen wir uns schon wieder, in unser kleines blaues Haus auf Raedern umzuziehen. Dann geht es ab nach Sueden. Endgueltig!

IMG_7966 Lake Powell – Glen Canyon Dam

Uns geht es gut!