Archiv für den Monat: Juli 2015

Verschnaufen am Lago Atitlan

Nach den sehr turbulenten letzten Wochen mit viel Fahrerei haben wir es bis an den Lago Atitlan geschafft, wo Eli einen einwoechigen Sprachkurs macht. Gorm hat waehrenddessen Zeit, mit dem Tagebuch aufzuholen, sich um den Bus zu kuemmern, ueber den Markt zu bummeln oder sich neuen Blog- und Facebook-Beitraegen zu widmen. Der Weg hierhin war allerdings steinig. Im wahrsten Sinne des Wortes.

IMG_9210 Lago Atitlan

Da wir aus dem Sueden, naemlich Antigua kamen, haben wir auch die Suedroute um den See genommen, die kurz hinter Santiago Atitlan mal wieder von einem auf den anderen Moment von sauberem Asphalt in eine Schotterpiste ueberging, von der wir behaupten: So etwas wuerde man in Deutschland nicht finden. Als wir dann ploetzlich noch ein Polizeiauto hinter uns hatten, das uns 20 Minuten lang bis kurz vor unseren Zielort begleitet hat, waren wir doch etwas verunsichert.

IMG_9191 IMG_9192 Romantisch: mit Vulkan                                        Unromantisch: die Strasse!

Von der Besitzerin der Sprachschule haben wir spaeter erfahren, dass wir auf einem recht gefaehrlichen Stueck Strasse unterwegs waren. Weil hier oft Fahrzeuge stecken geblieben sind und es dann unschoene Begegnungen gab, wurde erst neulich eine Polizeieskorte fuer diese Piste eingerichtet. So konnten wir sicher passieren! Den Rueckweg werden wir aber trotzdem ueber die sichere Nordroute in Angriff nehmen.

IMG_9221 IMG_9206 Camping in der Sprachschule                                                     Waschtag!

Die Sprachschule ist der perfekte Ort fuer uns, um eine Woche auszuruhen! Sie ist direkt am See (der uebrigens als einer der schoensten der Welt gilt, aber dennoch reichlich verschmutzt ist) gelegen, die Kurse sind sehr guenstig und das Beste ist: Wir koennen hier fuer fast umsonst (5 Dollar pro Woche) campen. Es gibt sauberes Wasser, Duschen und vor allem Internet! Viele werden sich jetzt denken: „Ist doch normal“, fuer uns bedeutet es aber Luxus, da man sich sonst auf der Reise immer aufwendig um diese Dinge kuemmern muss.

IMG_9218 IMG_9224 Morgens lernen….                                                                                 … abends Katze streicheln!

Uns geht es prima und wir geniessen unsere kleine Ruheoase!

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Guatemala!

Grenzuebergaenge nach und in Zentralamerika sind ja beruechtigt: Kilometerlange LKW-Schlangen, Grenzhelfer, die ihre Dienste anbieten, Kopierstuben, 1000 Formulare und umstaendliche bzw. unlogische Prozesse machen einem das Weiterkommen schwer. Um nicht zu lange an der Grenze aufgehalten zu werden und unser Tagesziel „Tikal“ noch zu erreichen, sind wir um 7 Uhr morgens nach El Ceibo, dem Grenzuebergang, aufgebrochen. Unser Eifer war jedoch umsonst: Die Grenze war noch nicht geoeffnet und wir mussten ueber eine Stunde warten, bis sich die Tore oeffneten.

IMG_8925 IMG_8927 Leider zu frueh,                                                        nachdem wir eine Stunde gewartet haben

Der Grenzuebergang an sich war einfach und alles andere als kompliziert: Erst aus Mexico „auschecken“ und dann nach Guatemala rueberfahren. Dort im Grenzbereich das Auto abstellen und zu Fuss ohne Papiere auf die guatemaltekische Seite laufen, um Geld fuer den Grenzprozess zu wechseln. Dann in der Migracion den Einreisestempel abholen, in einem LKW-Schalter das Auto einfuehren und in der Bank (in einem kleinen LKW-Anhaenger) die Kosten einzahlen. Ein paar Meter weiter wird das Fahrzeug desinfiziert und schon sind wir im Land des ewigen Fruehlings. Unser Tagesziel „Tikal“ schaffen wir dank guter Strassen und sehr wenig Verkehr ohne Probleme. Kaum mehr Topes in Guatemala (und wenn doch heissen sie jetzt Tumulos)!

IMG_9012 Offiziell: Bee-individual jetzt auch in Guatemala

Tikal ist teuer, aber wenn man die Schranke nach 15:30 passiert, ist das Ticket auch noch am naechsten Tag gueltig. Deshalb will jeder erst um halb 4 auf das Gelaende und vor dem Eingang finden sich die wartenden Fahrzeuge ein. Wir staunten nicht schlecht, als wir dort einen gelben T2-Bus aus Argentinien gesehen haben, der sogar noch etwas mehr beladen war als unser Bulli. Andere Langzeitreisende (seit 17 Monaten) im T2: Wenn das mal nichts Besonderes ist. Leider waren die 2 jungen Argentinier in unserem Alter nicht so sehr zugaenglich fuer uns. Vielleicht lag es auch an der Sprachbarriere: Obwohl man auch in Argentinien Spanisch spricht und wir uns schon recht ordentlich auf Spanisch verstaendigen koennen, haben wir kaum etwas verstanden, was wohl am sehr starken Dialekt lag.

IMG_8931  IMG_8929 Zwei Argentinier auf grossen Reisen, leider hat es mit der Kommunikation nicht so gut geklappt

In Tikal – so glaubt man – war eine Hauptstadt der Mayas! Zahlt man in Mexico noch umgerechnet max. 5 Euro Eintritt, so sind es hier gleich 25 Euro incl. Camping. Wenn man zum Sonnenaufgang gegen 5 oder Untergang auf dem Areal sein will, kostet es extra. Um 6 Uhr oeffnen die Guatemalteken aber auch die Schranke fuer die „normalen“ Gaeste und weil wir grosse Touristenstroeme umgehen wollten, haben wir uns auch so frueh auf die Socken gemacht und die Anlage fuer fast 5 Stunden erkundet. Tikal ist riesig und sehr vieles ist noch garnicht ausgegraben oder wiederaufgebaut. Ueberall sind Bauarbeiten und man muss zugeben, es wird sich viel Muehe gegeben. Zudem laufen oder fliegen hier ueberall wilde Tiere herum: Nasenbaeren, Tukane, Papageien und kleine „Urwaldfuechse“ haben wir gesehen. Es soll sogar Tapire und grosse Wildkatzen hier geben. Auch wenn wir schon viele Ruinen gesehen haben, hat uns Tikal wirklich beeindruckt.

IMG_8971 IMG_8999 Von der Seite auf den Plaza Mayor              Von Oben schauen die Tempel aus dem DschungelIMG_8937 IMG_8953 Kartenmaterial zur Orientierung                                                   Templo MayorIMG_8979 IMG_8994 Temple IV                                   Etwas im Schatten ausruhenIMG_9009 Selfie vor dem Hauptplatz

Nachdem wir Tikal verlassen hatten, ging es fuer uns nach Sueden, in Richtung Semuc Champey. Aber als wir nach nur 20 km die Werbetafel zu Camping El Paraiso gesehen haben, sind wir spontan abgefahren und haben bei Juan und seiner Familie eine Nacht verbracht. Er hat uns Kokosnuesse frisch von seiner Palme geholt und weil er auslaendisches Geld sammelt, konnten wir mit ein paar uebrigen kanadischen Dollar bezahlen.

IMG_9013 IMG_9016 Kokosnuesse direkt vom Baum: Mit der Machete aufgeschlagen zum Trinken

Die Strasse nach Semuc Champey war in unserem Reiseatlas als Hauptverbindungsstrasse – Carretera principal – eingetragen. Zuerst war sie auch ganz gut und asphaltiert, 40 km vor unserem Ziel wurde sie dann aber voellig unvermutet schlimm, wirklich schlimm! Kein Asphalt mehr, dafuer aber handballgrosse Steinbrocken auf der Fahrbahn, ausgewaschene Spuren, Schlamm, der auf die Fahrbahn gerutscht ist, Pfuetzen, die mit braunem Wasser gefuellt sind, und das ganze einspurig steil bergauf oder bergab. Wir haben ueber 5 Stunden fuer diesen Abschnitt gebraucht und uns immer wieder gefragt, ob der Bus das durchhaelt. Alle 5 Minuten hiess es aus dem Fenster schauen, ob die Luft noch in den Reifen ist. Unser lieber Panzer hat im Endeffekt aber alles mitgemacht und sich wirklich einen Orden verdient. Empfehlen wuerden wir es trotzdem niemandem, solche Strecken zu fahren. Auch fuer uns war es eine extreme Nervenbelastung!

IMG_9046 IMG_9039  Die uebelste Piste meines Lebens                        im ueber 40 Jahre alten BusIMG_9035 IMG_9092 Bruecken die ….                                                                                …mal repariert werden muessten

74 Kilometer auf dieser Strasse sind die Hoelle! Eine Extrem-Nervenbelastung: Immer wachsam sein und darauf warten, was als erstes kaputtgeht! (NICHTS!)

Semuc Champey waere etwas fuer die Hasenmama, aber fuer wen waere Semuc Champey eigentlich nichts? Ueber die Jahrhunderte hat sich der Rio Cahabon durch weichen Kalkstein gefressen und so eine natuerliche Bruecke entstehen lassen. Auf dieser ca. 300 Meter langen Bruecke sind kleine „Pools“ entstanden, die durch frischwasser aus Baechen der umliegenden Berge gefuellt werden. Das smaragdgruene Wasser ist klar und sauber und laedt zum Schwimmen und Spass haben ein. Es ist wirklich wundervoll: Einer der schoensten Orte, die wir je gesehen haben. Auch wenn der Weg dahin eine Tortur war; alles ist auf einmal vergessen.

IMG_9114 Ausblick von der Plattform hoch ueber den Becken im Dschungel IMG_9112 IMG_9126 Wasserspiele im klaren Wasser der natuerlichen BeckenIMG_9094 IMG_9107 Idyllisch und fernab der restlichen Welt!                                                                                  relaxen!

Gestern sind wir dann schon um halb 6 morgens aufgebrochen, um ueber die Hoellenpiste weiter zu fahren. Wenn man so frueh startet, muss man nicht mit Gegenverkehr rechnen, was das Passieren des Weges deutlich einfacher macht. Insgesamt 13 Stunden sind wir gefahren und haben uns bis Antigua im Westen Guatemalas vorgearbeitet. Hier sind die Strassen wieder gut asphaltiert und man kommt flotter voran!

Wild gemischte Bilder:

IMG_9133 IMG_9017 IMG_9149  eins                                                 zwei                                                dreiIMG_9091 IMG_9023 IMG_9030 vier                                                 fuenf                                              sechs

 

1: Ein Papagei hat sich staendig an unserem Uebernachtungsplatz bei Semuc Champey rumgetrieben

2: Endlich wieder West-Essen; Weil die gefuehlte Qualitaet des guatemaltekischen Essens so schlecht ist, hat sich eine Parallelwelt fuer West-Touristen in Fincas und Hotels etabliert.

3: Trotzdem wird noch selbst gekocht!

4: So manch eine Bruecke muss, bevor sie passiert werden kann zuerst repariert werden. Nur am Ende der Bruecke wird gearbeitet, die Bohlen in der MItte bleiben erstmal so!

5: Heisse Duschen gibt es hier fast nur noch mit diesen sogenannten Duschkoepfen, kleinen Durchlauferhitzern, in denen das Wasser direkt im Duschkopf erhitzt wird.

6: Der Hang auf die Strasse gerutscht? Passiert schonmal!

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Uns geht es gut!

 

Chiapas und Adios Mexico!

400 Kilometer als Tagesetappe zu planen ist schon mutig, vor allem in Mexico! Die Strassen sind oft in schlechtem Zustand und man wird staendig von den laestigen „Topes“ zum Fast-Stillstand gebracht. Topes sind mehr oder minder kleine Asphalt-Hubbel, die immer vor, nach in in  der Mitte von Ortschaften angebracht sind, um den Verkehr zu baendigen. Manchmal, wenn jemand sein Business an der Strasse etwas hervorheben will, werden auch „private Topes“ aus Lehm oder Dreck gebaut – Wenn man schonmal langsam ist, kann man auch gleich anhalten und etwas kaufen!

IMG_8910 Willkommen im Gebiet der autonomen Zapatisten in Chiapas!

Wie auch immer, 400Km waren die Tagesetappe von der Kueste in Oaxaca nach San Cristobal de las Casas. Die Strasse war ausgesprochen gut und wir kamen so flott voran wie selten, bis… ja bis wir in eine Strassensperre gerieten. Die indigene Bevoelkerung versucht manchmal mit solchen Strassensperren die Regierung zu einem strittigen Punkt unter Druck zu setzen und verhindert, dass der Verkehr passieren kann. Generell passiert das an relativ wichtigen Punkten wie Bruecken oder Paessen. Wir hatten die Wahl: Entweder 2 Tage an der Strassensperre warten oder 1,5 Stunden Umweg ueber Schotterpiste und Bruecken, die gerade so breit waren, dass der Bus darueberkam. Natuerlich haben wir die Umfahrung gewaehlt und obwohl wir viel Zeit verloren haben, hat es doch noch geklappt, bis San Cristobal zu kommen. Die letzten 60 Minuten waren uebrigens nur Bergauffahrt! 2 Hoehen-Kilometer in 48 Kilometern!

IMG_8809 Strassensperre – Kein Durchkommen moeglich!

IMG_8811  IMG_8814 Chiapas ist der suedlichste Staat Mexicos, unser vorletzter Staat in Mexico, in der Regenzeit.

San Cristobal hat uns dann vor allem wegen seiner Temperaturen gefallen. Herrliche 12-15 Grad Celsius in der Nacht und tagsueber ein Mix aus Sonne und Regen, viel Regen! Unser Camp haben wir am Campingplatz „San Nicolas“ aufgeschlagen, wo wir auch ein paar andere Reisende kennen lernen konnten. Den Stadtbummel haben wir zum ausgiebigen Mitbringsel-shopping genutzt und Gorm konnte den Stellplatz-Nachbarn aus Frankreich das Fahrrad reparieren! Perfekt!

IMG_8849  IMG_8829 Kolonialstadt San Cristobal de las Casas                                              Wie immer: bunte MaerkteIMG_8819 IMG_8845 Unterschiedlicher koennen 2 Wohnmobile kaum sein                      Regenzeit, ab 2 Uhr mittags

IMG_8828 ca. fuenfjaehriger Schuhputzer in San Cristobal – ein Profi am Werk!

Die naechste grosse Etappe war dann die Fahrt nach Palenque. Lustigerweise hatten wir fuer diese Etappe einen mitfahrenden Schotten, den wir schon im Surfcamp an der Kueste getroffen hatten. Diesmal ist uns auch keine Strassensperre in die Quere gekommen und wir kamen trotz vielen Topes bei Zeiten an! Die Besichtigung am naechsten Tag haben uns auf der einen Seite wirklich beeindruckt, auf der Anderen aber auch irgendwie ermuedet. Wir sind 5 Minuten nachdem die Anlage geoeffnet hat auf den Platz und haben noch Bruellaffen und exotische Voegel ueber den sehr gut erhaltenen oder rekonstruierten Tempeln und Pyramiden gehoert – Man konnte sich richtig vorstellen, wie die Mayas dort lebten. Anderereits war das unsere gefuehlt hundertste Ausgrabungsstaette und obwohl es die erste Maya-Ruine war, die wir besucht haben, fuehlt es sich an, als haette man schon alles gesehen.

IMG_8897 IMG_8884 Palenques Hauptpalast und die Grabstaette von Pakal, dem bedeutendsten HerrscherIMG_8903  IMG_8908 kunstvolle Steinsaule              Urne zur Verbrennung von Opfergaben, wem sieht sie aehnlich?

Internet wird hier – gefuehlt, je weiter suedlich man kommt – immer schlechter, weswegen auf diese Berichte immer laenger und somit zu Monsterbeitraegen werden. In Tenosique, einer Stadt in der Naehe der guatemaltekischen Grenze haben wir vor dem Polizeihaeuschen am Kongress-Zentrum uebernachtet. Der Polizist Cesar meinte, gegen eine kleine „Propina“ waere das moeglich. Im Supermarkt haben wir ihm 2 Flaschen Cola gekauft und der Deal war perfekt!

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Wenn ihr das hier lest, sind wir schon in Guatemala… Dazu aber mehr im naechsten Monsterbeitrag!

Uns geht es gut!

Ein Highlight jagt das naechste…

Es ist mal wieder so weit: Wenn man 5 Tage lang nichts geschrieben hat, ist soviel passiert, dass man eigentlich gar nicht mehr alles erzaehlen kann, was man erlebt hat. Ausserdem fahren wir momentan so viel, dass wir kaum Zeit zum Posten, Emails schreiben oder gar ausruhen haben. Seit 19. Juni haben wir mit dem Bus 4800 KM zurueckgelegt und bei durchschnittlich 50-60kmh bedeutet das: Viel Zeit im Auto.

IMG_8650 Abenteuer!

Trotzdem haben wir Zeit gefunden fuer ein paar wirklich tolle Ziele: So waren wir zum Beispiel in El Tajin, der bedeutendsten Ausgrabungsstaette an der Ostkueste Mexicos. El Tajin war eine Stadt, von der man nicht genau weiss, wer sie damals errichtet hat. Sie wurde zufaellig durch einen Spanier entdeckt, der auf der Suche nach Tabakplantagen war. Leider ist El Tajin etwas abseits der Haupt-Touristenroute, weswegen die Infrastruktur insbesondere fuer nicht mexikanische Touristen (Schilder, Infotafeln und Museum) etwas unbefriedigend ist. Die Schilder machen den Anschein, als waeren sie durch Google uebersetzt worden und der Informationsgehalt ist auch eher ueberschaubar. Wir waren fast allein an dieser bedeutenden Ausgrabungsstaette und konnten ungestoert zwischen den vielen Pyramiden herumstreunen.

IMG_8512 IMG_8526 Die Ausgrabungsstaette von El Tajin                             IMG_8543 IMG_8545 INformationsschilder fuer die Katz                                               Tolle Muster in den Pyramiden

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Auf dem Platz vor der Ausgrabungsstaette gerieten wir dann zufaellig in ein anderes Highlight: VOLADORES – uebersetzt Flieger. Diese 5 Maenner, die auf einen bestimmt 20 Meter hohen Pfahl klettern und sich dann kopfueber an Seilen in die Tiefe stuerzen (waehrend sich alles dreht) sind eine bekannte Tradition in Mexico und sie kommen urspruenglich aus dem Nachbarort Papantla.

IMG_8594 IMG_8601 Schauspiel in den Wolken                                                                              Kopfueber nach unten

Dann kamen wir zur „Costa Esmeralda“. Vollgebaut mit kleinen Hotels und Campingmoeglichkeiten, die zwar schoen, aber zum Teil etwas heruntergekommen sind, seitdem die Amerikaner nicht mehr nach Mexico kommen. Vieles ist geschlossen aber wir fanden einen netten Stellplatz am Hotel Coco Loco (verrueckte Kokosnuss).

IMG_8682 Kaufladen

Und dann noch ein Highlight: Wieder waren wir im DSCHUNGEL. Etwas weiter suedlich an der Ostkueste bei Catemaco haben wir zum Camp „La Jungla“ gefunden. Hier konnte man inmitten einer Lichtung im Dschungel campen. Alles war wunderschoen angelegt und direkt an einem See. Mit eigenem Steg und Becken mit Thermalwasser. Die Zufahrt war recht eng und ruppig aber wir wurden belohnt, indem wir Bruellaffen sehen und hoeren konnten und Aras ueber unseren Koepfen geflogen sind. Wir sind dort 2 Naechte geblieben und haben fieberhaft ueber unseren weiteren Reiseplaenen gebruetet. Weil wir uns in den letzten Tagen recht gehetzt vorkamen, haben wir kurzen Prozess gemacht und Yucatan definitiv und wahrscheinlich auch Belize von der Liste der Reiseziele gestrichen. Jetzt koennen wir etwas mehr Zeit in Oaxaca und Chiapas verbringen und muessen nicht so viel fahren. Diese Kuerzungen verschaffen uns im Endeffekt mehr Zeit wirklich was zu sehen!

IMG_8615 IMG_8621 Beim Mango zubereiten                                         Stellplatz im DschungelIMG_8633 IMG_8642 Planung muss sein..                                                 Sonnenuntergang am See

IMG_8638 Unsere erste Begegnung mit Bruellaffen

Vorgestern haben wir dann eine Monsteretappe von Catemaco in Richtung Kueste von Oaxaca gemacht und sind 500 km in etwa 11 Stunden gefahren. Bevor wir uns jedoch dem Strand widmen, steht noch etwas Kulturprogramm in und um die Hauptstadt – die auch Oaxaca heisst – auf dem Programm. Wieder andere Ruinen und und und … erfahrt ihr alles im naechsten Post!

IMG_8618 IMG_8617 Mango vorher…                                                                                                          … und nachher

Uns geht es gut!

 

Die surrealistischen Gaerten von Edward James in Las Pozas, Xilitla.

Alles fing irgendwann im Februar in der Naehe von Patzcuaro, Michoacan an, als wir dort David und Marina aus Kanada trafen. Sie waren mit ihrem T3 fuer ein paar Wochen in Mexico unterwegs und kamen von der Ostkueste, wo sie besonders von den kunstvoll gestalteten und mittlerweile in den Dschungel hineingewachsenen Skulpturgaerten des Kuenstlers Edward James begeistert waren. Da wir ein paar Fotos des Ortes gegoogelt haben, stand fest: Da wollen wir auch hin!

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Nun sind wir, wie ihr ja wisst, vor ein paar Tagen zurueck nach Mexico gekommen und weil wir so schnell wie Moeglich in den Sueden wollen, haben wir uns auch die oestliche Route  rausgesucht. Die surrealistischen Gaerten sind zugegebenermassen wirklich „Ab vom Schuss“ und mitten im Dschungel, weswegen es am Ende dann doch recht lange gedauert hat, dort hin und wieder zurueck zu kommen.

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Wenn man von der zentralmexikanischen Hochebene in Richtung Osten faehrt, steigt man kurz hinter San Luis Potos mehrere hundert Hoehenmeter hinab zur Kueste. Es wirk merklich waermer und vor allem feuchter. Innerhalb von 2 Stunden befindet man sich im tiefesten Dschungel und alles ist gruen. Die Strassen sind wegen der dauerhaften Feuchtigkeit oft in schlechtem Zustand und das Reisetempo verringert sich merklich. Links und rechts von er Strasse ist dichtes, gruenes Gestruepp und von den farnbewachsenen Baeumen haengen Lianen. Man hoert Voegel kreischen und sieht allerlei bunte, handgrosse Schmetterlinge.

IMG_8391 IMG_8345 Regenwald                                                                                    Wie immer: Kuehe an der Strasse!

Die Schotterpiste, die zu den Gaerten und zur anliegenden Campingmoeglichkeit fuehrt, war zum groessten Teil weggespuelt aber unsere kleine blaue Bergziege hat sich wie gewohnt gut hochgekaempft. Schon wenn man an den Gaerten vorbeifaehrt, sieht man: Das hier wird was besonderes.

IMG_8387 IMG_8364 Home-office im Bus                                                                                               Bus im Dschungel

Von Innen wird man dann erst recht beeindruckt. Edward James hat hier ein Meer aus surrealistischen Formen, Gebaeuden, Statuen, Gaengen, Saeulen und Treppen geschaffen. Alles ist ineinander verschlungen. Der Dschungel ist mit all seinen Baeumen, Moosen, Blumen, Voegeln ein Teil des Ganzen und man weiss nicht so recht, wo man eigentlich hinschauen soll: auf die liebevoll gestalteten Betonfiguren oder die bluehenden Orchideen und den Riesenbambus.

IMG_8425 IMG_8395  Mitten im Dschungel stehen die Skulpturen bzw. FantasiegebaeudeIMG_8440 IMG_8476 Ein Flusslauf durchzieht das Anwesen auch..                                  Die Wendeltreppe ins Nichts

Zusaetzlich zu dem „Skulpturengarten“ sind in dem riesigen Anwesen noch mehrere Badebecken in einen Flusslauf integriert. Sie werden durch Wasserfaelle getrennt und das frische Wasser laedt die Besucher zum Baden ein.

IMG_8482 IMG_8471 Bademeister Gorm                                                                                         .. und Katzenfreund

Fuer uns war der Ausflug nach Xilitla ein Hoehepunkt auf der Reise nach Sueden. Gerade weil es etwas abseits von den ausgetretenen Touristenpfaden liegt und man kaum andere Gaeste dort sieht, fuehlt man sich, als wuerde man etwas Besonderes sehen, sozusagen als Abenteurer.

usa Apropos Abenteuer: Unsere Route in den USA im Ueberblick

Gestern sind wir dann von Xilitla nach Poza Rica gefahren. Die Strasse war sehr schlecht und nur langsam zu befahren, weshalb wir fuer 300 Kilometer ca. 10 Stunden gebraucht haben. Gleich werden wir aufbrechen, um die Ruinen von El Tajin zu besichtigen und spaeter geht es an die Costa Esmeralda!

Uns geht es prima!