Archiv für den Monat: August 2015

Goodbye Cost Rica, oder: Oh wie schoen ist Panama!

In den letzten paar Tagen in Costa Rica hatten wir ein paar richtig schoene Bus-Abenteuer, von denen wir Berichten koennen: Im Piedras Blancas Nationalpark haben wir mal wieder eine kleine Flussdurchfahrt gemeistert und sind ueber Bruecken gefahren, die auf den ersten Blick vielleicht etwas beaengstigend wirken, auf der anderen Seite aber von riesigen Lkw’s passiert werden und somit unser Minigewicht von 1,8 Tonnen locker aushalten. Als wir uns am Abend einen Schlafplatz gesucht haben, kam uns sogar noch ein Tukan vor die Linse.

IMG_9650-2  IMG_9636 Ab durchs Wasser                                Die blaue Stunde

IMG_9632 Tukan auf Ast – Hier haetten wir alles fuer Herberts Teleobjektiv gegeben!

Besonders schoen war auch der Kontakt mit den Einheimischen, die uns wirklich freundlich begruesst haben. Gustavo, der zufaellig mit dem Auto vorbeikam hat uns angeboten, bei ihm auf dem Hof Eier zu kaufen, was wir auch getan haben. Andere haben uns nur freundlich zugewunken und den „Daumen hoch“ gezeigt.

IMG_9607 IMG_9629 Steil, auch wenn man es nicht sieht                      Bruecke  ohne Seitenbegrenzung

Unsere letzte Nacht in Costa Rica haben wir dann im Garten hinter einem von Amerikanern gefuehrten Restaurant verbracht. George, der Besitzer, war so freundlich uns kostenlos dort stehen zu lassen. Wir konnten sein Wifi nutzen und leckeres Bier fuer 2,5 Dollar pro Flasche trinken (was in Costa Rica ein sehr guter Preis ist).

IMG_9685 IMG_9670 Vorwitzige Katze auf Bus                                      Vorwitzige Katze unter FahrersitzIMG_9733 IMG_9737 Marmon chino                                                        lecker

Und dann sind wir nach Panama gefahren. Panama ist ein schoenes Land. Der Grenzuebergang war etwas verwirrend, weil nicht als solcher zu erkennen, mit unserer Erfahrung und der Gelassenheit haben wir aber alle Gebauede gefunden und uns und den Bus in das beruehmte Land eingefuehrt. Leider war die Zollstelle in Costa Rica nicht geoeffnet, der Bus ist also jetzt offiziell in 2 Laendern importiert, aber der Migrationsbeamte schien das nicht weiter schlimm zu finden.

IMG_9791 Und wieder einer mehr!

Unser erster Stopp in Panama war der Supermarkt. Die Preise sind schon direkt hinter der Grenze bis zu 50 Prozent billiger als in Costa Rica und Sprit kostet anstatt 1,38 Dollar nur noch 72 Cent pro Liter. Das suesse Leben konnte also wieder beginnen. Unsere Tagesetappe war dann mit unserer Ankunft in Cerro Puntas abgeschlossen. Auf dem Gelaende eines kleinen Restaurants konnten wir sicher naechtigen und am naechsten Morgen ein typisches Fruehstueck essen, das wir nicht mal selbst zubereiten mussten. Weil es keine Eier mehr gab, haben wir kurzfristig unser Eierlager im Bus gepluendert und dem Restaurant ausgeholfen.

IMG_9716  IMG_9715 Restaurant in den Bergen!                                     Dampfdrucktopf rustikal

Wegen nicht aufhoerendem Regen sind wir dann am naechsten Tag schon nach Boquete  weitergefahren. Der Ort liegt knapp ueber 1000 Meter in der Hoehe und hat ein angenehmes Klima. Um nochmal duschen zu koennen, haben wir uns vor einem Hostel abgestellt und dort auch gleich alle Gaeste kennen gelernt. Besonders gut haben wir uns mit Arthur und Patrice verstanden, die am naechsten Tag mit uns zu den drei verlorenen Wasserfaellen gefahren sind. Gorm hat die Abkuehlung im eiskalten Wasser sichtlich genossen!

IMG_9761  IMG_9754  Kaempfen mit dem Wasser                                                             UahhhhhhhhIMG_9749  IMG_9740Wa und Wa: Wasserfaelle und Wandern

Mit Caroline und Miles, unseren neuen Freunden und Verschiffungspartnern, haben wir uns dann auch nochmal getroffen. An den heissen Quellen von La Caldera haben wir unser Lager zusammen aufgeschlagen.

IMG_9725  IMG_9731 Wenns regnet passiert alles indoor…… und wenn die Decke auf den Kopf faellt; Auto waschen!

Die letzten Tage haben wir dann am Meer verbracht. Das kleine Fischerdorf Santa Catalina hat uns mit traumhaftem Strand, guten, kleinen Wellen, frischem Fisch und Haengematten-Atmosphaere die Zeit versuesst.  Am Montag muessen wir zur Polizei-Inspektion des Busses fuer den Export in Panama Stadt sein. Dafuer haben wir schon einen Couchsurfing-host klargemacht.

IMG_0027 IMG_0029  Frisch aus dem Meer                        Thunfischsteak fuer 3 DollarIMG_0025 IMG_0024 Was ist denn das? Ein T2? Der Fahrer ein freundlicher Kinderarzt.             Neue Fensterkurbel?

@Mamas: Auch wenn ihr lange nichts von uns gehoert habt: Uns geht es gut!

IMG_0014  IMG_0033 Panorama jeden Abend                                                              „Surfergirl“

 

 

Costa Rica – Vulkane, Pazifikstrand und Zufaelle

So schnell wie wir im vorigen Beitrag vorangekommen sind, so langsam sind wir im Moment unterwegs. In Orosi snid wir ganze 5 Naechte auf dem Hof eines schweizer Auswandererpaares geblieben und haben uns langsam an Costa Rica gewoehnt. Dank der Lage auf ueber 1000 Metern Hoehe war es in der Nacht angenehm kuehl und wir konnten Internet nutzen und uns guenstig selbst versorgen.

IMG_9548Bluetentraume

Um wieder etwas Abenteuer zu finden sind wir dann aber doch irgendwann wieder aufgebrochen und haben uns in das Hochland geschraubt. Von 1050 Metern ging es innerhalb von ca. 2 Stunden Fahrt auf 3050 Meter. Der Bus hat uns dabei wie immer gute Dienste geleistet. Als wir im Parque National Los Quetzales ankamen, mussten wir nicht lange nach einer Uebernachtungsmoeglichkeit suchen. Wir durften direkt vor der Rangerstation campen. Der Ranger war sehr freundlich, liess  uns sein Bad nutzen und wir konnten uns sogar in sein W-Lan einklinken.

IMG_9504 IMG_9506 Nebelwald auf 3000 Hoehenmetern…                                                                     ..kuehl ists hier

Nachts wurde es dann wunderbar kalt. 9,3 Grad Tiefsttemperatur war das kaelteste, was wir seit Monaten erlebt haben. Wir waren froh, die extra Decke rausholen zu koennen und es war so richtig gemuetlich. Unbeschreiblich!

IMG_9510 IMG_9514 Etwas Heisses zum Trinken zum Fruehstuck..                                   … dann los

Doch die Gemuetlichkeit war nicht von langer Dauer. Unser Abenteuerdrang liess uns um 6 Uhr am naechsten Morgen aus den Federn kriechen. Die beste Zeit, den seltenen Quetzal zu sehen ist naemlich der Morgen. Nach dem kurzen Fruehstueck haben wir uns die Wanderschuhe angezogen und sind los. Fuer fast 4 Stunden haben wir den Wald erkundet. Leider ist der liebe Quetzal ein so scheuer und schwer zu entdeckender Vogel, dass wir kein Glueck hatten. Trotzdem war es nicht langweilig: Tapir-Spuren in der vom Regen der letzten Nacht aufgeweichten Erde weckten unseren Entdeckergeist!

IMG_9529 IMG_9526 Quetzales, wo seid ihr?                                                   Eine TapirspurIMG_9531 IMG_9536 Vielleicht da?                                                             erstmal Pause machen

Zurueck an der Station plauderten wir noch eine Weile mit dem Ranger und er versuchte uns zu troesten: Auch er sieht die seltenen Tiere des Nebelwaldes nur sehr selten. Die besten Chancen auf Tierbeobachtungen hat man wohl mit einer Ueberwachungskamera mit Bewegungsmelder, die auf einen mit Calvin Klein „Obsession“ getraenkten Wattebausch gerichtet ist! Nicht gerade das Equipment, das wir staendig mitfuehren.

IMG_9572 IMG_9555 Miles, unser Verschiffungspartner                         Traumstrand IMG_9554 IMG_9549

Im Moment sind wir wieder an der Pazifikkueste auf einem direkt am Meer gelegenen Campingplatz an der Playa Dominical. Und hier hat sich wieder einmal gezeigt, wie der Zufall dem Reisenden hilft! Wir hatten zwar schon angefangen unsere Seeverschiffung nach Suedamerika zu planen (zwischen Panama und Kolumbien fehlen etwa 100 km Strasse, sodass man gezwungen ist, sein Fahrzeug umstaendlich zu verschiffen), aber als wir in Dominical auf unserem Campingplatz ankamen, lernten wir dort Carolina und Miles kennen, die gerade nach Partnern fuer eine Containerverschiffung suchten. Wir haben nicht lange hin und her ueberlegt und einfach zugesagt. Am 6. September geht unser Bulli also wieder mal aufs Meer und wir freuen uns schon jetzt auf Kolumbien und Suedamerika!

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Wie immer Mamas: Uns geht es sehr gut!

Das Rennen durch Mittelamerika ist gewonnen!

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Ja, richtig, wir waren sehr schnell in den letzten Tagen unterwegs: Innerhalb von einer Woche sind wir von Guatemala nach El Salvador, Honduras, Nicaragua und bis nach Costa Rica gefahren. Den groessten Teil dieser Zeit haben wir dabei wohl hinter dem Steuer oder auf dem Beifahrersitz verbracht. Von der Zeit der Grenzuebertritte in Mittelamerika haben wir ja schon berichtet. Warum also haben wir uns so beeilt, warum nicht mehr Zeit in Mittelamerika verbracht?

IMG_9434 IMG_9441 Ueber Stock und Stein, ueber schoene Bruecken und durch den Nebelwald

Die Antwort ist einfach: Freunde! In Deutschland sind im Moment Sommerferien und die Lehrer haben nach der ganzen Arbeit endlich frei. Fuer Gorms Freunde bedeutet das: Auszeit in Costa Rica! Und mal ehrlich: Wenn man schonmal so nah beieinander ist – und das am anderen Ende der Welt – dann muss man sich doch treffen! Wenn man so wie wir dann eine Woche vorher noch 5 Laender weiter noerdlich am Atitlan-See Sprachschule und schoenes Leben macht, muss man halt Gas geben.

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Am 7. August sind wir also ueber die Grenze von Nicaragua nach Costa Rica gefahren. Da Nicaragua uns irgendwie gut gefallen hat, haetten wir gerne noch etwas mehr Zeit dort verbracht, trotzdem waren wir auch froh, endlich am „Zwischenziel“ zu sein. Am Abend haben wir dann in Samara die ganze Bande getroffen. Freunde bei sich zu haben ist schon was Schoenes!

IMG_9386 IMG_9414 Englisch spricht hier wieder jeder                     Da es um 6 Uhr am Abend dunkel wird, sind wir                                                                                      meistens schon sehr frueh im Bett und am                                                                                                naechsten Morgen wieder wach.

Ploetzlich war die ganze Anspannung und der Termindruck weg, es ist wieder Zeit zum Surfen, zum Schildkroeten beobachten und um Abends auf dem Balkon oder am Meer zu sitzen und Bier zu trinken.

IMG_9398 IMG_9404 Tina und Uli beim Schildkroeten anschauen                                                        Gorm am Strand

Auch auf dem Poas-Vulkan waren wir zusammen und haben unglaubliches Glueck gehabt: Schon am Eingangstor wurden wir gewarnt, dass wir heute den Krater nicht sehen koennten – und tatsaechlich: Alles war in einer dicken Nebelsuppe verschwunden. Wir haben wirklich lange am Aussichtspunkt gewartet, sind wandern gegangen, haben und das Visitors-Center angeschaut und genau als wir dann zurueck kamen, haben sich fuer 20 Sekunden die Wolken verzogen und einen mystischen Blick auf den Krater und die umliegende Mondlandschaft freigegeben.

IMG_9452 IMG_9456 Nebenschwaden waren alles, was wir am Anfang gesehen haben.. vlcsnap-2015-08-13-21h04m56s143 Gluecklicherweise hat sich doch fuer ca. 20 Sekunden ein Fenster geoeffnet.

Costa Rica an sich ist sehr schoen. Das Lebensmotto der Ticos (Costaricander) ist „Pura vida“, was so viel heisst wie „Geniess das Leben“. Ueberall gibt es wunderbare Natur und Tierwelt zu sehen und die Strassen sind durchweg gut! Leider ist alles unverhaeltnismaessig teuer und so werden wir uns keinen sehr langen Aufenthalt in Costa Rica leisten koennen. Wir fragen uns, wie die Ticos sich einen 150-Gramm Joghurt fuer knapp 2 Dollar oder 200 Gramm Kaese fuer 6 Dollar leisten koennen. Wenn man in einen Nationalpark wie den des Vulkans Poas faehrt, kostet das 15 Dollar Eintritt pro Person und man muss zum Parken noch einmal extra 3 Dollar drauflegen. Fuer uns mit dem schmalen Budget kein ganz einfaches Reiseland!

IMG_9418 IMG_9424 Ein blauer T2? Ja wo gibts denn sowas?                Heimatgefuehl: Der Duft einer frischen BrezelIMG_9428 IMG_9471 Nasenbaer vor unserem Haus                                                                                                 Blumen

Im Moment sind wir in Orosi, in der Naehe der Hauptstadt San Jose, und campen im Garten eines Auswandererpaares aus der Schweiz. Im Hintergrund kann man den Vulkan Irazu sehen. Es gibt gutes Internet, warme Duschen und eine schweizer Baeckerei im Ort! So laesst sichs leben!

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@Mamas: uns gehts gut!

Der beruehmt-beruechtigte “Drei-Laender-Tag”

Was in Europa durch die offenen Grenzen zwischen den Laendern einfach waere, wird hier in Zentralamerika zur echten Herausforderung: Wenn man von einem ins andere Land reisen moechte – sprich nur einen Grenzuebergang vor sich hat – ist das schon ein Abenteuer. Wenn man dann aber am gleichen Tag noch in das naechste Land weiter moechte, kann man sicher gehen, dass es ein langer und nervenzehrender Tag wird. Wir haben es gemacht und sind von El Salvador nach Honduras und dann noch weiter nach Nicaragua gereist, alles an einem Tag:

IMG_9315 Die 27-Kopien Grenze zwischen El Salvador und Honduras, kurz vor dem Grenzbereich

Der chaotischste Grenzuebergang war gleich der Erste. Nachdem wir aus El Salvador ausgereist waren (relativ einfach) und ueber die Bruecke in den honduranischen Grenzuebergang eingefahren sind, hiess es zuerst im Grenzgedraenge einen Parkplatz suchen. Dann mit den Originaldokumenten und 3 Kopien des Reisepasses, des Fahrzeugscheins, des Fuehrerscheins und der Fahrzeugausfuhrbestaetigung aus El Salvador zum Zollschalter laufen. Die freundliche Frau dort stellt dann einen Antrag auf die temporaere Einfuhr des Busses aus, eine Zahlungsaufforderung fuer die Bank und eine computergeschriebene Zusammenfassung der Fahrzeugdaten. Dann geht sie mit hinaus, um die Fahrzeug-Ident-Nr mit den Papieren abzugleichen. Jetzt heisst es, einen kleinen Kopierladen ausfindig machen, in dem wir wieder jeweils 3 Kopien der zuletzt ausgehaendigten Dokumente anfertigen. Dann zur Bank, wo wir 718 Lempira einzahlen und darueber einen Einzahlungsbeleg erhalten. Der Beleg muss wieder 4 mal kopiert werden und zusammen mit den restlichen Dokumenten am Zollschalter abgegeben werden. Dort stellt die freundliche Frau dann die temporaeren Importpapiere aus, gibt Gorm einen Stempel fuer das Fahrzeug in den Pass und fordert uns auf, davon- na was wohl?: Drei Kopien bitte! Der Hoehepunkt des ganzen Spektakels war dann, als sie eine Kopie der letzten Kopien nahm, einen Stempel draufdrueckte und Gorm dann nochmal eine Kopie der Kopie mit Stempel einreichen musste. Als diese finale Kopie dann am Schalter war, bekamen wir schliesslich unser Importpapier und einen Stapel von unseren Kopien, die wir beim Ausfahren aus dem Grenzbereich an verschiedenen Stellen abgeben sollen. Die persoenlichen Einreisestempel hingegen waren – wenn man von der Wartezeit in der Schlange absieht – schnell im Reisepass.

Nach 27 Kopien und etwas weniger als 2 Stunden „Arbeit“ hiess es dann: Bienvenidos a Honduras.

IMG_9318 IMG_9316 Impressionen aus Honduras – In 3 Stunden sind wir durch den Sueden des Landes gefahren.

Der Tag waere aber nicht der „beruehmt-beruechtigte“, wenn nicht noch ein zweiter Grenzuebergang diesen Kalibers bevorstehen wuerde. Obwohl bei der Einreise nach Nicaragua weniger Kopien involviert waren, kamen neue Schritte dazu: Wir mussten ein ominoeses Gesundheitszertifikat bekommen und uns mit dem Grenzbeamten an der Desinfektionsstelle streiten, weil wir nicht wollten, dass chemischer Rauch zur Desinfektion in unsere Wohnkabine gesprueht wird. Nach etwas Hin und Her hat er dann nachgegeben und verstanden, dass wir in unserem Auto leben und nicht den Chemikalien ausgesetzt sein moechten. Alles auf Spanisch!

IMG_9320 Grenzchaos am Ausgang des Grenzbereichs nach Nicaragua

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Obwohl wir nur ca 190 Kilometer an diesem Tag gefahren sind, hat es knapp 8 Stunden gedauert. Als wir am fruehen Abend in Nicaragua angekommen sind, haben wir unser Lager auf einer kleinen Finca mit Eseln und Kuehen aufgeschlagen.

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Uns geht es prima!

Hier noch ein paar Impressionen aus Nicaragua:

IMG_9350 IMG_9352 Laguna de Apoyo im Sueden von NicaraguaIMG_9355  IMG_9357 Overlander-Treffen an der Laguna – Paula und John                                 HaengemattentraumeIMG_9370 IMG_9374 Campen am Nicaragua-See Aus dem See recken sich 2 Vulkane in den Himmel

El Salvador: Das kleinste Land Mittelamerikas mit den freundlichsten Menschen

IMG_9257 Der freundlichste Grenzuebergang bis jetzt!

Von Antigua aus ging es auf direktem Weg an die Grenze von El Salvador. Wie bei allen Grenzen hier muss man zuerst auf der Seite des Landes, das man verlaesst, sich selbst und das Auto abmelden und dann ins Nachbarland weiterfahren. Wurden wir in Guatemala noch mit leicht muerrischen Blicken verabschieded, kam uns der Zollbeamte auf El Salvadorianischer Seite schon auf der Bruecke, die beide Laender ueber einem Fluss miteinander verbindet, auf uns zu.

IMG_9258 IMG_9259 Unser Willkommensgeschenk       Seifenkisten zum Holztransport, Wer das Bild vergroessert,                                                                  sieht dass die Eisenrollen tiefe Spuren im Asphalt                                                                                    hinterlassen. Berghoch laesst man sich uebrigens von LKW“s                                                                ziehen.

Wir wurden mit Handschlag begruesst und von diesem Beamten durch den kompletten Grenzprozess gefuehrt. Waehrend er die Daten unseres lieben Zuhauses aufgenommen hat, kamen wir ins Gespraech und da er uns wohl besonders gerne mochte, hat er uns waehrend die Einfuhrpapiere erstellt wurden Ananas und kleine kirschaehnliche Fruechte namens „Nances“ geschenkt, damit wir in der Zwischenzeit keinen Hunger haben. Nach schon einer Stunde war alles erledigt.

IMG_9267 IMG_9287 Aras hautnah                                                           Ein Leguan am entspannen

Ueber die Ruta de las Flores, die Kaffeestrasse,  sind wir noch am gleichen Tag bis ans Meer nach El Zonte gefahren und haben dort in einem kleinen Surfcamp unser Lager aufgeschlagen. Eine kleine Bar, die auf einer Terrasse am Meer angebracht wurde, war am Abend unser Aufenthaltsort. Von dort aus konnte man den Profisurfern beim Spielen zuschauen und ein Bierchen trinken. Nachts gab es heftige Gewitter, die den kompletten Parkplatz in einen kleinen See verwandelt hatten als wir zurueck zum Bus kamen. Durchs knoechelhohe Wasser ging es in unser Schlafgemach.

IMG_9292  IMG_9263 IMG_9307  IMG_9297 Impressionen vom Strand!

Nach zwei Naechten am Meer sind wir dann schon weiter nach La Union, da wir recht schnell Costa Rica erreichen wollten, um Freunde dort zu treffen. Nach einigem Hin und Her haben wir schliesslich in La Union in einem Innenhof gecampt, von dem die Zimmer der El Salvadorianischen Mieter abgingen. Fabrizio, der Nachtwaechter, hat dann noch lange mit uns geredet und uns zu einsgekuehltem Wasser eingeladen. Als etwas spaeter ein Fernseher im Hof aufgestellt wurde, kamen noch ein paar mehr an uns interessierte Salvadorenos dazu! Jeder von ihnen wollte sich mit unserem Haeusschen auf Raedern ablichten lassen.

IMG_9310 IMG_9311 Jeder will ein Foto mit dem Star der Reise!                               links: ich, rechts: Ein Salvadoreno

Erholung  – die wir uns wegen des bevorstehenden beruechtigten 3-Laender-Tag (drei Laender und zwei Grenzuebergaenge an einem Tag) erhofft hatten – war in La Union jedoch nicht drin: Die Tiefsttemperatur in der Nacht lag bei 34 Grad Celsius und das bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Da war an Schlaf kaum zu denken!

IMG_9283 Und wieder eine mehr!

Uns geht es trotzdem noch gut!

Antigua, Stadt in Guatemala und Parallelwelt!

Als wir vor ca. einer Woche zum erstem Mal nach Antigua kamen, waren wir auch wegen unserer 13 Stunden langen Fahrt von Semuc Champey total ermuedet. Als wir dann nichtmal auf dem Hof der Touristenpolizei campen konnten (ein paar Tage  vorher war es wohl noch moeglich), waren wir erst recht enttaeuscht und hatten schon gar keine Lust mehr auf die Stadt. Da es aber schon spaet war und wir nicht noch weiter gekonnt haetten, haben wir die Nacht in der Stadt verbracht und wie das so ist, wenn man eine Nacht ueber etwas schlaeft: Am naechsten Morgen ist es schon nicht mehr so schlimm.

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Wir haben den Antigua-Luxus dann einfach wirklich genossen: Erdbeer-Joghurt-Smoothies, frischgebackene franzoesische Croissants, Pizza und edle Boutiquen. Eine Welt, die in Guatemala ziemlich isoliert dasteht und nicht den Rest des Landes wiederspiegelt. Trotzdem ist man wegen der westlichen Annehmlichkeiten verfuehrt, laenger zu bleiben als man geplant hat.

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Jede halbe Stunde gibt es zudem ein Vulkanschauspiel. Die Stadt liegt naemlich in einem Tal zwischen mehreren Vulkanen: Teilweise sind sie erloschen, teilweise aber auch noch aktiv. Der Vulkan Fuego zum Beispiel beglueckt die Touristen Antiguas ca. alle 30 Minuten mit einer Rauchsaeule, die aus seinem Schlot aufsteigt.

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Frueher war Antigua einmal die Hauptstadt von Guatemala. In 1773 wurde sie jedoch durch ein sehr starkes Erdbeben zerstoert. Besonders interessant daran ist, dass nach dem Beben viele zusammengestuerzte Kirchen nicht mehr aufgebaut wurden und einfach in ihrem Zustand als Ruine erhalten werden. Nachts sind die Ruinen beleuchtet und geben der Stadt noch mehr Flair.

IMG_9168 IMG_9190 Ruinen von Kirchen praegen das Stadtbild                          Touristenmarkt mit Kunsthandwerk

Wie auch im Rest von Guatemala wurde das schoene Stadtbild von sehr praesenter Wahlwerbung eingerahmt. Am 16. September sind Wahlen und Wahlwerbung bzw. Wahlbekennungen sind ueberall aufgebracht. Die Farben der Parteien werden an jeden Laternenpfahl und Stein am Rand der Strasse gemalt. Da erst vor 3 Monaten ein grosser Korruptionsskandal aufgedeckt wurde, wird der Wahlkampf nun besonders verbissen gefuehrt.

IMG_9147 Wahlwerbung ueberall.

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Vor vier Tagen sind wir dann aus Antigua abgefahren und haben uns auf den Weg nach El Salvador gemacht – davon im naechsten Beitrag mehr. Als wir die steile Strasse aus der Stadt hinausfuhren, hat uns Fuego mit einer kleinen Rauchsaeule verabschiedet.

IMG_9151 IMG_9153Doch noch ein schoenes Plaetzchen in Antigua gefunden           Mit Blick auf den Vulkan Agua

 

Uns geht es gut!