Archiv für den Monat: Oktober 2015

Ein riesiger Monolith, tropischer Regenwald und die Kaffeezone als Touristenmagnet

IMG_1364 El Penol und der Bus

Nach ein paar Tagen in der Grossstadt keimt in uns eigentlich immer wieder der Wunsch nach Natur und Ruhe auf. Nachdem wir uns von Gernot, Lisa und Rahel verabschiedet hatten, sind wir also vom hippen Medellin aus in die etwas weiter oestlich gelegene Seenplatte bei Guatape gefahren. Sie lockt die Mittelklasse aus Medellin mit abwechslungsreicher Natur, gutem Essen und vielen Angeboten fuer Touristen.

IMG_1359 IMG_1370 Schoener Ausblick auf die Seenlandschaft                         Der schmucke Touristenort Guatape

Eine Attraktion vor Ort ist der riesige Monoloth El Penol, von dem man einen wunderbaren Ausblick haben soll. Hoert sich gut an – machen wir! Am fruehen Abend sind wir also auf dem Parkplatz des Monolithen angekommen und da gerade Sonntag war und an diesem Tag das Tourismusgeschaeft besonders boomt, wurden wir schon bei unserer Ankunft von ca. 30 Schaulustigen Menschen belagert und konnten kaum aus dem Bus aussteigen. Die Menschen waren so neugierig, dass wir nach nur 10 Minuten und gefuehlten 100 Gespraechen den Bus umgeparkt haben und somit etwas abseits des Touristenstroms unser Sandwich machen konnten.

IMG_1382 IMG_1375 Noch einmal auf den Monolith blicken und dann…                                         .. schnell weg hier!

Der Plan war eigentlich auf diesem Parkplatz zu uebernachten. Er ist in einem Campingfuehrer als sicherer Platz angegeben und wir wussten von anderen, dass man da gut stehen kann. Als wir am Kassenhaeuschen bezahlten, haben wir uns dann nochmal vergewissert, ob es erlaubt ist: “Klar, kein Problem!“ Kurz bevor wir jedoch schlafen gehen wollten, hat uns dann ein Mann, der angeblich dort wohnt, vertrieben, sodass wir im Dunkeln ca. 3 km weiter zum naechsten Polizeiposten gefahren sind. Nach kurzer Nachfrage haben sie uns einen kostenlosen Platz empfohlen, der direkt gegenueber der Wache lag. Interessanterweise kam dann am naechsten Morgen ein Mann, der von uns Geld wollte, weil er ueber Nacht aufs Auto aufgepasst haette – stimmte nciht, er war gerade erst auf dem Mofa angekommen, aber man kanns ja mal versuchen. Zum Glueck wussten wir auch von der Polizei, dass es dort kostenlos ist. Nach nicht mal 24 Stunden war uns das zu viel der Touristenabzockerei. Wir haben unsere Sachen gepackt und sind kurzentschlossen 140 km weiter gefahren.

IMG_1391 IMG_1384 Das wahre Dschungelcamp                    Fast ueberfahren, Eli hat gerade noch „Stop“ gerufen

Im Rio Claro Naturreservat war die Welt dann wieder in Ordnung. Dort sind wir 2 Naechte mal wieder in tropischem Regenwald geblieben, am Fluss entlang gewandert und haben beim Fruehstuecken den kletternden Affen ueber dem Bulli zugesehen. Tropisch schwuele Temperaturen in der Nacht, ein fuer uns neues Overlander-Paar aus Washington, der Ruf der Tukane und das gruenlich-blaue Wasser des Rios werden uns in Erinnerung bleiben.

IMG_1398 IMG_1413 Gorm weiss, wohin er muss; aber Eli?                                Fasziniert von der Natur: KakaofruchtIMG_1423 IMG_1425 Rio Claro in tropischer Umgebung                                                                Eli auf ihrem Hochsitz

Wenn man hier in Kolumbien Menschen nach der schoensten Gegend des Landes fragt, wird eigentlich immer die Kaffee-Region mit ihrem Touristenflaggschiff Salento und dem angrenzenden Valle de Cocora genannt. Obwohl es fuer uns bedeutete, wieder ueber eine Anden-Bergkette zu fahren, haben wir uns nach dem Besuch des Rio Claro dorthin auf den Weg gemacht. Salento ist ein kleiner Ort, der vor Backpackern und westlichen Touristen nur so aus allen Naehten zu platzen scheint. Die Preise sind hoch aber man kriegt auch etwas geboten: Die westlich angehauchte Essensauswahl (Lasagne, diverse Burger und Erdnussbutterbrownies) haben uns nach langer Entbehrung doch gut gefallen! Endlich mal wieder was ohne Maismehl.

IMG_1462 IMG_1474  Valle de Cocora mit den hoechsten Palmen der WeltIMG_1468 IMG_1459 Echt entspannt!

Das Valle de Cocora ist bekannt fuer seine Palmen. Die Wachspalme ist der kolumbianische Staatsbaum und wird in diesem Tal bis zu 60 Meter hoch, was bedeutet, dass da die groessten Palmen der Welt stehen. In dieser schoenen Umgebung sind wir unter anderem zu einer Kolibri-Farm gewandert und haben nachts im Bus dem aufs Dach prasselnden Regen gelauscht.

IMG_1477  IMG_1478  Abenteuerliche Haengebruecken: insgesamt 6 waren zu ueberquerenIMG_1481  IMG_1489 Nicht sehr hoch aber dafuer sehr wackelig!                                                                            schoen

Zugegebenermassen sind wir auf unserem Weg in den tiefen Sueden im Moment recht langsam unterwegs gewesen. Da Elis Deutscher Pass abgelaufen war, haben wir bei der Botschaft in Bogota einen neuen beantragt und mussten darauf warten, dass dieser fertig wurde. Am Mittwoch koennen wir ihn dann endlich abholen und dann geht es in grossen Schritten in Richtung Ecuador. Nach knapp 2 Monaten in Kolumbien freuen wir uns auch schon auf Neues und vor allem darauf, endlich den Aequator zu ueberqueren!

IMG_1496  IMG_1499 Fuer die Ornithologen unter euch: Kolibris

@ Mamas: Uns geht es gut!

Ein Besuch beim Kaesekoenig, Gaeste aus Deutschland und dann in die Grossstadt

Der El Cocuy Nationalpark hat uns so sehr beeindruckt, dass wir fuer unsere Verhaeltnisse viel Zeit dort verbracht haben. Wandern, auf Gletscher schauen und sich an die extreme Hoehe gewoehnen braucht eben seine Zeit. Prinzipiell ist da auch nichts dagegen zu sagen: Ausser man hat eben einen Termin auf der anderen Seite des Landes – In Medellin, zwei Anden-Kordillieren weiter westlich.

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Lisa und Rahel, 2 Freunde aus Deutschland, haben sich angekuendigt, mit uns ein paar Tage auf der Reise zu verbringen und die Bus-Crew neben uns und Gorms Bruder auf 5 Personen zu erweitern! Fuer die ca. 800 Km zwischen uns und Medellin haben wir uns 4 Tage Zeit genommen. Man braucht ja schon alleine einen ganzen Fahrtag, um aus den Bergen wieder in die Zivilisation zu gelangen. 240 Kilometer in 11 Stunden Fahrt fuehrten uns aber dann doch an unser erstes Etappenziel: Iza.

IMG_1188  IMG_1058 Unsere neue Busbesatzung fuer eine Woche                                        Rueckweg aus El Cocuy

Iza ist bekannt fuer seine heissen Quellen und fuer Postres – leckere Suessspeisen, die in Auflaufformen zubereitet werden. Um nicht immer nur im Auto zu sitzen, sind wir also am Morgen noch in die heissen Quellen baden gegangen und haben dort German (gesprochen Herrmann) kennengelernt. Er hat uns in dem Becken zum Wettschwimmen herausgefordert und darueber sind wir ins Gespraech gekommen. Er war von uns und unserer Reise so begeistert, dass er uns zu einer Besichtigung seines „kleinen Unternehmens“ einlud. „Ach kommt schon – nur eine halbe Stunde.“

IMG_1098 IMG_1100 Die Qual der Wahl                                                                                                         Alles ist lecker!

„OK“ – So sind wir dann nach dem Baden und leckeren Postres dorthin gefahren und haben nicht schlecht gestaunt: German ist sozusagen der kolumbianische Kaesekoenig. In seiner Fabrik – in der uebrigens noch fast alles auf traditionelle Weise von Hand gemacht wird – wandelt er Milch in die verschiedensten Produkte um. Alles ist sehr sauber und die ca. 75 Angestellten produzieren taeglich Kaese aus vielen tausend Litern Milch. Wir durften frischen Kaese und Arequipe probieren. Spaeter haben wir angefangen, seine Produkte in den Geschaeften zu suchen: Man findet sie ueberall!

IMG_1104   Kaesefabrik  Peslac in der Naehe von Iza                         IMG_1105 IMG_1103 Der Kaesekoenig und wir                                      Seine Lkw’s sind im ganzen Land unterwegs

Villa de Leyva, 130 km weiter westlich: Die schoene Kolonialstadt war leider nur fuer eine Nacht unser Lager. In einem hippen Hostel haben wir heisse Duschen genossen und sind nachts durch die romantisch beleuchteten Gassen der Stadt gelaufen. Hier haetten wir noch mehr Zeit verbringen koennen, haetten wir nicht einen Termin gehabt. Am naechsten Morgen ging es weiter.

IMG_1114 IMG_1112 Villa de Leyva bei Nacht

Google Maps schlug uns vor ueber Bogota nach Medellin zu fahren. Ueber die Ruta 62 (etwas weiter noerdlich) waren es aber ca.150 Kilometer weniger und im Streetview sah die Strasse schoen asphaltiert aus. Warum also nicht, dachten wir uns! Und so ging es los. Die ersten 20 Kilometer waren schon Schotter, dann Asphalt fuer ca. 50 Kilometer und der Rest ein wilder Mix aus immer wieder 2 Kilometern guter Strasse und dann wieder 2 Kilometern uebelster Piste, zwischendurch steckenbleiben in verstopften Bergdoerfern, die gerade Wahlkampfveranstaltungen ausrichteten. Fazit nach 8 Stunden Fahrt: Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 25 Km/h.

IMG_1184 IMG_1171 Fuer einen Zeitungsartikel haben wir den Bus mal so richtig aufgeraeumt.

Wir haben es trotzdem noch geschafft, rechtzeitig in (oder besser bei) Medellin anzukommen. Sofort als wir beim Hostal La Finca etwa 40 km noerdlich der Metropole durchs Tor fuhren, war der ganze Fahrstress vergessen. Mathilde und Alexis, die Besitzer der Finca, sind Bekannte von unserer neuen Busbesatzung und sehr um ihre Gaeste bemueht. Es gibt einen wunderschoenen Pool, einen kleinen Wasserfall und ein rundum schoenes Anwesen – alles laedt zum relaxen ein. 6 Uebernachtungen  sollten es in diesem traumhaften Ambiente werden.

IMG_1318 Eine Woche lang gemeinsamer Urlaub                                                       IMG_1315   IMG_1313  Essbereich im Hostal La Finca                                                                                                      PoolIMG_1310 IMG_1326 Wir haben da alle ganz gut reingepasst..   …unter anderem auch wegen der netten Leute da.

Wer unsere Reise nun aber die letzten Monate mehr oder weniger verfolgt hat, der weiss, dass wir es meistens nicht lange irgendwo aushalten, ohne zumindest in der Zwischenzeit etwas zu unternehmen. Ein Ausflug nach Santa Fe de Antioquia stand also bald auf dem Programm. Wieder viele schoen angemalte Haeuser wurden beim vorbeigehen bestaunt und dann das Highlight: Eine Haengebruecke aus dem Jahre 1887. Bruecken wie diese sind fuer uns faszinierend: Vor so  langer Zeit wurde ein Bauwerk errichtet, dass Menschen verbindet und Unueberwindbares ueberwindbar macht. Ausserdem sieht sie gut aus und es macht Spass, darueber zu fahren.

IMG_1227 IMG_1210 Spektakulaere Haengebruecke aus dem Jahr 1887, einst die groesste in SuedamerikaIMG_1197  IMG_1192 Moped-Romantik                              Und schon wieder eine Kolonialstadt

Das zweite Highlight in unserer Woche auf der Finca war eine Kaffeetour. Reynaldo, ein Freund von Alexis (s.o.), hat sich fast 4 Stunden Zeit genommen, alle noch so kleinen Details auf seiner Kaffefarm zu erklaeren. Von der Aufzucht der Straeucher bis hin zur Ernte und der Verarbeitung des Kaffees wurde uns eine sehr interessante Lektion in Sachen Kaffee gegeben. Wir durften fleissig mit anpacken, unseren eigenen Kaffee roesten und am Ende das Endprodukt trinken.

IMG_1292 IMG_1262 IMG_1250 IMG_1252 IMG_1276  IMG_1308 IMG_1245  IMG_1239  IMG_1237 Kaffeefarm-Impressionen

Nun sind wir in Medellin, der Stadt mit dem schlechten Ruf in Europa. Ganz im Gegenteil zu den Geschichten, die man aus den 90er Jahren noch im Kopf hat ist es eine moderne Stadt mit vielen jungen Menschen. Alles ist quicklebendig, mitunter ganz schoen hip und eine friedliche Atmosphaere des Aufbruchs liegt zwischen den Hochhaeusern. Um aermere Stadtteile an der Entwicklung der Stadt teilhaben zu lassen, wurden zum Beispiel Seilbahnen in die steilen Vororte gebaut, die die Bewohner nutzen koennen.

IMG_1330  IMG_1333 Grossstadt-Dschungel Medellin                                                                        Ueberblick bei NachtIMG_1342  IMG_1343 Seilbahnen fahren in die Aussenbezirke – In einem solchen Talkessel eine gute Fortbewegung

Nachdem jetzt Gernot nach fast 4 Wochen wieder in die Heimat geflogen ist, werden wir uns in den naechsten Tagen auch von Lisa und Rahel wieder verabschieden. Fuer uns geht es dann weiter nach Guatape und dann geht das Abenteuer weiter!

IMG_1339 IMG_1350 Die Maedels ueber den Stadtlichtern  – Medellin

@ Alle Mamas: uns geht es gut

Hoch, hoeher, El Cocuy!

IMG_0982 4000 Meter ueber Null: Zum ersten Mal fuer uns alle!

Zugegebenermassen ist der El Cocuy Nationalpark nicht gerade auf der Hauptreiseroute durch Kolumbien. Backpacker verirren sich wegen der schlechten Anbindung an den Rest des Landes nur selten hierher und auch die Kolumbianer reisen nicht gerade in Scharen in diese Region. Von der naechsten groesseren Stadt braucht man auf den schlechten Strassen mindestens 8 Stunden, um an den Rand des Hochgebirges zu kommen. Oft faehrt man mehrere Kilometer nur auf Schotter am Abhang entlang. Vom Hauptort El Cocuy aus muss der Normalreisende dann mit einem Milchtruck bis zu den Berghuetten weiterfahren.. .. ausser er hat einen VW-Bus!

IMG_0856  IMG_0837 Auf unasphaltierten Strassen in die Berge                                                  Feuerwerk in El CocuyIMG_0820 IMG_0849 Regen mit Null Sicht auf dem Weg in die Berge                                                    Sicher ist Sicher!

Wir haben etwas laenger gebraucht und unsere kleine blaue Bergziege in 2 kompletten Fahrtagen bis in die tiefsten Bergregionen hinaufgefahren. Unser erstes Basecamp war die Hacienda la Esperanza – Die Hacienda der Hoffnung auf 3600 Hoehenmetern ueber dem Meeresspiegel. Nach einem Tag und einer Nacht Akklimatisierung sind wir fruehmorgens aufgebrochen, um zu Fuss weiter der Hoehe entgegen zu steigen. Bis zur Laguna Grande de la Sierra auf 4600 Metern wollten wir bergwandern.

IMG_0955  IMG_0870  Gorm tut das, was er am besten kann                    Auf der Bergpiste hinter dem Ort El CocuyIMG_1055  IMG_0872 Unser Campingplatz am Berg                                                                                Gorm beim Grasen

3600 Meter Hoehe sind ganz schoen hoch um eine Wanderung zu beginnen! Vor allem, wenn man aus Europa kommt und diese Hoehen nicht gewoehnt ist. 1000 Meter hoeher zu wandern ist dann fuer uns Flachlaender besonders schwierig! Nach 5 Stunden Aufstieg haben wir es dann aber doch vollbracht und den Aussichtspunkt zur Lagune auf 4600m Hoehe erreicht.

IMG_0989 IMG_1005 Bunte Farben..                                                                                           .. in der kargen Bergwelt

Am Anfang war die Wanderung noch zu ertragen. Obwohl es steil bergauf ging, haben wir die Hoehe gut verkraftet. Bergtaeler mit karger Vegetation, klares Gletscher-Schmelzwasser und ein herrlicher Ausblick versuessen den Aufstieg. Das Herz schlaegt zwar etwas schneller und man kriegt nicht mehr so viel Luft, aber man kommt voran. Ab 4000 bis 4200 Metern wird es aber ungemueglich. Kalter Wind, der mit kleinen gefrorenen Regentropfen durchsetzt ist, weht einem ins Gesicht. Die Sonne brennt zwischendurch mit unvorstellbarer Kraft auf die Haut und die Atmung wird zunehmend schwerer. Jeder Schritt fuehlt sich wie ein Kampf gegen die Kraefte der Natur an und der Koerper faengt an zu sagen: Geh zurueck!

IMG_0924 IMG_0980 Im Fruehtau zu Berge                                                                                                         kurze PauseIMG_0991 IMG_0977 Wandern durch die Frailejones                                                                              Mit super Aussicht

Trotzem haben wir es bis zur Lagune geschafft. Was fuer Bergsteiger vielleicht laecherlich klingt, war fuer uns eine grosse Herausforderung: Die letzten 300 Hoehenmeter sind wir nur noch durch Steinwueste gelaufen: Eine Lebensfeindliche Landschaft! Hier waechst fast nichts mehr und das Wetter ist hart mit allem was lebt. Trotzdem ist es auch eine faszinierende Gegend. Eiskalte Lagunen mit glasklarem Wasser und der Anblick von eisblauen Gletscherwaenden fuehlen sich besonders an. Auch die Tatsache, dass wir auf 4600 Meter hochgestiegen sind und somit hoeher als jeder Punkt in Europa waren, fuehlte sich erhaben an.

IMG_1012 IMG_1015  Geschafft, 4600 Meter ueber Null                                                            Gruppenfoto am „Gipfel“IMG_1007 IMG_1018 4600 Meter: Der Beweis                                                         Gletscher Schmelzwasser auffuellen

Nach 3 Stunden Abstieg liessen wir uns dann von Guillermo, dem Chef der Berghuette ein deftiges Essen kochen und haben nur noch die Fuesse hochgelegt. Insgesamt 9 Stunden Wanderung haben ihre Spuren hinterlassen und so begann die Nacht um ca. 20 Uhr und endete erst nach 12 Stunden Schlaf.

IMG_0958 IMG_1042 Gernot hilft in der Kueche                                                                          Eli macht Modenschau

Am naechsten Morgen haben wir dann den blauen Wunderbus wieder gepackt und sind anstatt das Gebirge zu verlassen noch weiter hinein gefahren: Die Cabanas Kanwara liegen auf 3985 Metern und bieten einen sensationellen Blick auf mehrere der ueber 20 Fuenftausender-Gipfel des Parks. Auch wenn wir die Geschichte unseres treuen blauen Bullis nicht bis ins kleinste Detail kennen, behaupten wir jetzt einfach mal, einen neuen Bulli-Hoehenrekord mit ca. 4005 Metern ueber Meeresspiegel aufgestellt zu haben. Der Motor lief im uebrigen noch sehr vernuenftig in dieser Hoehe – Sogar ohne den Vergaser magerer zu stellen.

IMG_1064 Neuer Hoehenrekord fuer den Bus. Hier bei den Kabanas Kanwara auf ca. 4000 Metern.

Unser Fazit zu diesem Bergabenteuer ist ganz klar: Es war toll! Fuer uns war es eine ganz neue Erfahrung, in solche Hoehen vorzudringen, die eigenen Grenzen auszuloten und mit dem Blick auf die hoechsten Berge des Landes einzuschlafen und aufzuwachen.

IMG_0946  IMG_1053 Vielleicht demnaechst Schafe in Mainz?                                                                                 Bergwelt

Auf dem Weg in die Berge ist natuerlich auch viel passiert, da aber jetzt schon so viel Text hier steht, verschieben wir die Beschreibung der schoenen Kolonialstadt Baricharra und die Uebernachtung vor dem Polizeiposten auf den naechsten Post.

IMG_1099 IMG_1093 Kuchen                                                             und das kolumbianische Biersortiment

@Mamas: Uns geht es super!