Das gute Reiseleben hat uns wieder!

Es scheint sowas wie ein romantischer Traum vieler Menschen zu sein, den Highway No. 1 selbst einmal rauf nach San Francisco oder runter nach Los Angeles zu fahren. Wir haben uns letzte Woche auch auf dieser Route bewegt und festgestellt: Es ist wirklich sehr sehr schoen in diesem Abschnitt der kalifornischen Pazifikkueste.

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Da es in der Natur unserer Reise liegt, Geld zu sparen, haben wir uns im Internet ein paar guenstige Campingmoeglichkeiten rausgesucht und uns dann auf den Weg gemacht. Die Strasse ist von San Luis Obispo bis fast nach San Francisco sehr nah am Meer entlang gefuehrt und windet sich mit den steil ins Wasser abfallenden Bergen an der Kueste entlang. Es ist wirklich eine Freude, dort entlang zu fahren und ab und zu anzuhalten und den Blick aufs Meer zu geniessen. Besonders Deutsche scheinen Freude an diesem Strassenabschnitt des kalifornischen Verkehrsnetzes zu haben. Entweder mit gemieteten Wohnwagen oder Ford Mustang Cabrios nehmen sie sich ein paar Tage Zeit, diesen Roadtrip zu machen.

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Da man in den USA auf sogenanntem BLM-Land und in National Forests meist kostenfrei campen kann, haben wir uns im Los Padres National Forest einen Stellplatz abseits der Traumstrasse gesucht. Kaum hatten wir dort geparkt, kam Ricky mit seinem Kaefer vorbei. Ricky arbeitet in einem nahegelegenen ECO-Resort, wir haben zusammen Bier getrunken und erzaehlten von Mexico. Aus unserer Schlafkabine konnten wir das Meer hoeren und hatten einen fabelhaften Sonnenuntergang vor dem zu Bett gehen.

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Etwas weiter noerdlich kommen jedes Jahr im Mai die See-Elefanten an Land, um im Sand ihr Winterfell abzustreifen. Sie haben 2 Monate vorher ihre Jungen bekommen und liegen dann bis zu 3 Monate ununterbrochen an bestimmten Straenden der Pazifikkueste. In der Zeit verlieren sie bis zu einer Tonne Gewicht. Wirklich in Erinnerung geblieben ist aber vor allem der Gestank, den die Masse dieser lieben Tierchen verbreitet.

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In Santa Cruz, der beruehmten Surferstadt, stand dann wieder VW-Bus auf dem Programm. Jeremy, ein bekannter Typ in der Bus-Szene Kaliforniens hat uns in seine Stadt eingeladen und uns mit seinem Freund Randy in einem Pub getroffen. Jeremy arbeitet in einem Redwood-State-Park und hat uns ueber seinen Boss den besten Stellplatz auf dem im Park gelegenen Campingplatz reserviert. Fuer uns kostenlos! Auf dem Hinweg wussten wir nicht so richtig was uns erwartet, aber als wir dann da waren, konnten wir garnicht recht glauben, dass dieser Platz unser Nachtquartier sein sollte. Bestimmt einer der schoensten Orte, an denen wir je gecampt haben!

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Gestern war es dann soweit: Da wir zeitlich so weit hintendran sind und nicht noch mehr „Verspaetung“ haben wollen, entschieden wir San Francisco links (genau genommen eher rechts) liegen zu lassen und nur ueber die Golden Gate Bridge zu fahren und sonst vorerst nicht in die Stadt reinzufahren. Wir sind also in Richtung der bekanntesten Bruecke der Welt gefahren, haben erst auf der Suedseite angehalten, sind dann ueber die Bruecke gefahren und haben am Visitors-Point im Norden noch ein paar Fotos gemacht. Von diesem Visitors-point hat man dann unten am Wasser einen kleinen Yachthafen gesehen und da wir neugierig waren haben wir uns den Weg dorthin gesucht. Nach einer weiteren Fotosession mit genialem Blick auf die Bruecke haben wir dann entschieden, dort in der Naehe zu uebernachten.

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Diese tollen Erlebnisse lassen die Durststrecke der letzten 3 Wochen sehr gut vergessen. Nicht immer ist die Reise der Boss! Manchmal macht die Reise auch was wir wollen!

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Uns geht es gut!

3 Gedanken zu „Das gute Reiseleben hat uns wieder!

  1. Herbert Schneider

    Es ist 23.21 Uhr MEZ, ich habe gerade Euren Blog gelesen und ich freue mich. Wohlbekannte Routen aber über Eure Kommunikation doch erlebnisreicher und auch irgendwie besonders. Man sieht an Euren Kommentaren ganz deutlich, dass Ihr wieder “ zu Hause“ seit. Die Mamas denken über Euren Reise ein wenig anders als etwa die Papas, ich denke Ihr versteht das. Take care, Marlene und Herbert.

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  2. Jo Berg

    Hallo ihr zwei, ich bin wiedermal bei euch mitgefahren, gedanklich halt. Ich hatte das große Glück letztes Jahr mit meiner Familie die Stecke Vancouver – LA mit einem allerdings sehr großen Camper fahren zu können und kann eure Gefühle und Stimmungen gut nach vollziehen. Werde weiter mit euch auf der Tour sein und hoffe sehr,dass ihr vor unschönen Begegnungen verschont bleibt. Liebe Grüße Jo

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  3. Holger

    Hallo ihr Beiden,
    ein Freund machte uns auf euer Blog aufmerksam. Wir sind auch aus Bad Kreuznach und seid 2007 auf Weltreise mit einem Boot. Zwischen Kolumbien und Panama pendelten wir ein Jahr. Die Panamericana ist dort ja unterbrochen.
    In Cartagena kennen wir einen Deutschen, der dort als Agent (braucht jeder Segler beim einklarieren) arbeitet.
    Bei Fragen einfach mailen.
    Alles Gute
    Holger

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