Chiapas und Adios Mexico!

400 Kilometer als Tagesetappe zu planen ist schon mutig, vor allem in Mexico! Die Strassen sind oft in schlechtem Zustand und man wird staendig von den laestigen „Topes“ zum Fast-Stillstand gebracht. Topes sind mehr oder minder kleine Asphalt-Hubbel, die immer vor, nach in in  der Mitte von Ortschaften angebracht sind, um den Verkehr zu baendigen. Manchmal, wenn jemand sein Business an der Strasse etwas hervorheben will, werden auch „private Topes“ aus Lehm oder Dreck gebaut – Wenn man schonmal langsam ist, kann man auch gleich anhalten und etwas kaufen!

IMG_8910 Willkommen im Gebiet der autonomen Zapatisten in Chiapas!

Wie auch immer, 400Km waren die Tagesetappe von der Kueste in Oaxaca nach San Cristobal de las Casas. Die Strasse war ausgesprochen gut und wir kamen so flott voran wie selten, bis… ja bis wir in eine Strassensperre gerieten. Die indigene Bevoelkerung versucht manchmal mit solchen Strassensperren die Regierung zu einem strittigen Punkt unter Druck zu setzen und verhindert, dass der Verkehr passieren kann. Generell passiert das an relativ wichtigen Punkten wie Bruecken oder Paessen. Wir hatten die Wahl: Entweder 2 Tage an der Strassensperre warten oder 1,5 Stunden Umweg ueber Schotterpiste und Bruecken, die gerade so breit waren, dass der Bus darueberkam. Natuerlich haben wir die Umfahrung gewaehlt und obwohl wir viel Zeit verloren haben, hat es doch noch geklappt, bis San Cristobal zu kommen. Die letzten 60 Minuten waren uebrigens nur Bergauffahrt! 2 Hoehen-Kilometer in 48 Kilometern!

IMG_8809 Strassensperre – Kein Durchkommen moeglich!

IMG_8811  IMG_8814 Chiapas ist der suedlichste Staat Mexicos, unser vorletzter Staat in Mexico, in der Regenzeit.

San Cristobal hat uns dann vor allem wegen seiner Temperaturen gefallen. Herrliche 12-15 Grad Celsius in der Nacht und tagsueber ein Mix aus Sonne und Regen, viel Regen! Unser Camp haben wir am Campingplatz „San Nicolas“ aufgeschlagen, wo wir auch ein paar andere Reisende kennen lernen konnten. Den Stadtbummel haben wir zum ausgiebigen Mitbringsel-shopping genutzt und Gorm konnte den Stellplatz-Nachbarn aus Frankreich das Fahrrad reparieren! Perfekt!

IMG_8849  IMG_8829 Kolonialstadt San Cristobal de las Casas                                              Wie immer: bunte MaerkteIMG_8819 IMG_8845 Unterschiedlicher koennen 2 Wohnmobile kaum sein                      Regenzeit, ab 2 Uhr mittags

IMG_8828 ca. fuenfjaehriger Schuhputzer in San Cristobal – ein Profi am Werk!

Die naechste grosse Etappe war dann die Fahrt nach Palenque. Lustigerweise hatten wir fuer diese Etappe einen mitfahrenden Schotten, den wir schon im Surfcamp an der Kueste getroffen hatten. Diesmal ist uns auch keine Strassensperre in die Quere gekommen und wir kamen trotz vielen Topes bei Zeiten an! Die Besichtigung am naechsten Tag haben uns auf der einen Seite wirklich beeindruckt, auf der Anderen aber auch irgendwie ermuedet. Wir sind 5 Minuten nachdem die Anlage geoeffnet hat auf den Platz und haben noch Bruellaffen und exotische Voegel ueber den sehr gut erhaltenen oder rekonstruierten Tempeln und Pyramiden gehoert – Man konnte sich richtig vorstellen, wie die Mayas dort lebten. Anderereits war das unsere gefuehlt hundertste Ausgrabungsstaette und obwohl es die erste Maya-Ruine war, die wir besucht haben, fuehlt es sich an, als haette man schon alles gesehen.

IMG_8897 IMG_8884 Palenques Hauptpalast und die Grabstaette von Pakal, dem bedeutendsten HerrscherIMG_8903  IMG_8908 kunstvolle Steinsaule              Urne zur Verbrennung von Opfergaben, wem sieht sie aehnlich?

Internet wird hier – gefuehlt, je weiter suedlich man kommt – immer schlechter, weswegen auf diese Berichte immer laenger und somit zu Monsterbeitraegen werden. In Tenosique, einer Stadt in der Naehe der guatemaltekischen Grenze haben wir vor dem Polizeihaeuschen am Kongress-Zentrum uebernachtet. Der Polizist Cesar meinte, gegen eine kleine „Propina“ waere das moeglich. Im Supermarkt haben wir ihm 2 Flaschen Cola gekauft und der Deal war perfekt!

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Wenn ihr das hier lest, sind wir schon in Guatemala… Dazu aber mehr im naechsten Monsterbeitrag!

Uns geht es gut!

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