Ein neuer Kontinent, eine neue Reise?

In fast regelmaessigen Abstaenden gibt es solche Schnitte in unserer Reise, die uns kurz inne halten und zurueck oder wahlweise nach vorne schauen lassen. Die Ueberfahrt nach Suedamerika ist ohne Frage wieder so ein Moment, faengt doch nun gefuehlt irgendwie die letzte grosse Etappe unseres Busabenteuers an. Zudem gab es dann auch noch ein Jubilaeum in der letzten Woche. Dazu spaeter mehr. Zunaechst Ankunft in Kolumbien.

IMG_0162Ankunft in Bogota, gluecklich in Suedamerika zu sein

IMG_0146   IMG_0147Gerade noch in Panama….                                                             … und schon ueber den Wolken!

Hatten wir bereits erwaehnt, wieviel Aufwand es ist, ein Auto von Mittel- nach Suedamerika zu bringen? Neben den hohen Kosten fuer die Seefracht und allen Hafenprozessen ist es auf der kolumbianischen Seite ein ungeheuerlicher Papierkrieg. Die Anleitung, die wir von unserem Verschiffungspartner auf der panamenischen Seite erhalten hatten, umfasste 24 Schritte in Cartagena, die jeweils in unterschiedlichen Gebaeuden des Hafens oder der Stadt abzuarbeiten waren.

IMG_0221  IMG_0229 Im Hafen                                                                  Die Spannung steigt….

IMG_0237  IMG_0233Wohlbehalten angekommen                                                         Miles und Gorm – stolz wie Oskar

Unzaehlige Formulare mussten ausgefuellt, Rechnungen bezahlt, Versicherungen abgeschlossen, Hafenarbeiter ueberzeugt und Schranken und Waagen passiert werden. Nach 2 vollen Arbeitstagen hatten wir Schritt 24 abgeschlossen und konnten mit dem magischen „Release-Papier“ den Bus aus dem Hafengelaende fahren. JUHU!

IMG_0246Ein Schlafplatz fuer unser Busjen – gleichzeitig Deko fuer das Restaurant

Cartagena ist eine Riesenstadt mit mehr als 1 Million Einwohnern. Als wir auf unserer 22-stuendigen Busfahrt von Bogota (hier waren wir mir dem Flugzeug angekommen) nach Cartagena durch die Randbezirke kamen, waren wir unangenehm ueberrascht: Ist das die Stadt, die alle Traveller so schoen finden? Viel Dreck im Strassengraben, brennende Muellberge und ueberall Favelas – die man wohl bei uns als Slums bezeichnen wuerde.

IMG_0286 IMG_0284Auch nach Monaten in Zentralamerika waren wir auf solche Muellansammlungen nicht vorbereitet

Dann aber kamen wir ins koloniale Zentrum und wir bekamen schliesslich auch das andere Cartagena zu Gesicht: Bunte Haeuser, enge Gassen, wunderschoene Balkone und viele Menschen auf der Strasse. Das Ganze bei 40 Grad am Tag und 30 in der Nacht ist ein wahres Tropenerlebnis. Wir haben uns mit unseren Freunden Miles und Caroline ein Viererzimmer in einem Hostel geteilt und von dort aus unsere Geschaefte erledigt, um die Autos wieder aus dem Hafen zu befreien. Abends waren wir zusammen essen oder sind einfach durch die Strassen gelaufen. Auch die Stadtmauer laedt zu einem Spaziergang am Meer entlang ein.

IMG_0174 IMG_0177Schoenes Cartagena                                            Flanieren am Abend

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Gestern sind wir dann ins Busleben zurueckgekehrt und direkt zu uneserer ersten Sehenswuerdigkeit in Kolumbien aufgebrochen: Dem Schlammvulkan Totumo. Eigentlich ist es kein richtiger Vulkan, eher ein Matschpool. Luft und Gas wird hier aus ca. 500 Metern Tiefe durch feuchte Erdschichten an die Oberflaeche gepresst und erzeugt dabei den grauen angeblich sehr gesunden Schlamm, in dem man baden kann. Haben wir dann natuerlich auch gemacht. Wenn man vor Ort campt, kann man den Vulkan sogar nach den offiziellen Oeffnungszeiten so lange wie man will besuchen und sich danach im naheliegenden See sauberwaschen.

IMG_0269  volcan totumoSchlammvulkan von aussen….                                                                          …und von innen!

Am naechsten Morgen hiess es dann Abschied von Caroline und Miles nehmen. Sie fahren schneller nach Sueden und wir bleiben noch 2-3 Wochen an der Karibikkueste. Ein kleiner Ort namens Minca war dann unser naechstes Ziel alleine. Er liegt auf ca. 600 Metern ueber dem Meeresspiegel, man kann in Wasserfaellen baden, in der Ferne immer noch das Meer sehen und nachts bei angenehmeren Temperaturen schlafen. Hier bleiben wir wohl 2 oder 3 Tage, bevor wir die Guajira Halbinsel erkunden.

IMG_0270Unser letzes gemeinsames Camp mit Miles und Caroline

Neben all den Formalitaeten in Cartagena gab es aber wie gesagt mit Beginn unserer Zeit in Suedamerika auch noch ein Jubilaeum zu feiern: Seit einem Jahr und 40.000 km rollt der kleine blaue Bus nun schon durch Nord- und Mittelamerika! Wir wollten uns hierzu etwas besonderes einfallen lassen und haben daher ein kleines Video mit vielen bunten Eindruecken aus dem unglaublichen vergangenen Jahr geschnitten. Danke an alle, die dieses Jahr zu so einem tollen Erlebnis gemacht haben! Und versprochen: Suedamerika wird mindestens genauso beeindruckend.

@ Mamas: Uns geht es prima!

Ein Gedanke zu „Ein neuer Kontinent, eine neue Reise?

  1. Anja Ringel

    Hallo ihr 2, was für eine schöne Idee mit dem Video! Da geht man doch gleich mit einem noch größerem Lächeln durch den Tag! Ach, einfach schön… Und Danke für die Karte!!! Ihr lest von uns! Liebste Grüße aus der Gustel 23, Anne aka Anja

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