Ein riesiger Monolith, tropischer Regenwald und die Kaffeezone als Touristenmagnet

IMG_1364 El Penol und der Bus

Nach ein paar Tagen in der Grossstadt keimt in uns eigentlich immer wieder der Wunsch nach Natur und Ruhe auf. Nachdem wir uns von Gernot, Lisa und Rahel verabschiedet hatten, sind wir also vom hippen Medellin aus in die etwas weiter oestlich gelegene Seenplatte bei Guatape gefahren. Sie lockt die Mittelklasse aus Medellin mit abwechslungsreicher Natur, gutem Essen und vielen Angeboten fuer Touristen.

IMG_1359 IMG_1370 Schoener Ausblick auf die Seenlandschaft                         Der schmucke Touristenort Guatape

Eine Attraktion vor Ort ist der riesige Monoloth El Penol, von dem man einen wunderbaren Ausblick haben soll. Hoert sich gut an – machen wir! Am fruehen Abend sind wir also auf dem Parkplatz des Monolithen angekommen und da gerade Sonntag war und an diesem Tag das Tourismusgeschaeft besonders boomt, wurden wir schon bei unserer Ankunft von ca. 30 Schaulustigen Menschen belagert und konnten kaum aus dem Bus aussteigen. Die Menschen waren so neugierig, dass wir nach nur 10 Minuten und gefuehlten 100 Gespraechen den Bus umgeparkt haben und somit etwas abseits des Touristenstroms unser Sandwich machen konnten.

IMG_1382 IMG_1375 Noch einmal auf den Monolith blicken und dann…                                         .. schnell weg hier!

Der Plan war eigentlich auf diesem Parkplatz zu uebernachten. Er ist in einem Campingfuehrer als sicherer Platz angegeben und wir wussten von anderen, dass man da gut stehen kann. Als wir am Kassenhaeuschen bezahlten, haben wir uns dann nochmal vergewissert, ob es erlaubt ist: “Klar, kein Problem!“ Kurz bevor wir jedoch schlafen gehen wollten, hat uns dann ein Mann, der angeblich dort wohnt, vertrieben, sodass wir im Dunkeln ca. 3 km weiter zum naechsten Polizeiposten gefahren sind. Nach kurzer Nachfrage haben sie uns einen kostenlosen Platz empfohlen, der direkt gegenueber der Wache lag. Interessanterweise kam dann am naechsten Morgen ein Mann, der von uns Geld wollte, weil er ueber Nacht aufs Auto aufgepasst haette – stimmte nciht, er war gerade erst auf dem Mofa angekommen, aber man kanns ja mal versuchen. Zum Glueck wussten wir auch von der Polizei, dass es dort kostenlos ist. Nach nicht mal 24 Stunden war uns das zu viel der Touristenabzockerei. Wir haben unsere Sachen gepackt und sind kurzentschlossen 140 km weiter gefahren.

IMG_1391 IMG_1384 Das wahre Dschungelcamp                    Fast ueberfahren, Eli hat gerade noch „Stop“ gerufen

Im Rio Claro Naturreservat war die Welt dann wieder in Ordnung. Dort sind wir 2 Naechte mal wieder in tropischem Regenwald geblieben, am Fluss entlang gewandert und haben beim Fruehstuecken den kletternden Affen ueber dem Bulli zugesehen. Tropisch schwuele Temperaturen in der Nacht, ein fuer uns neues Overlander-Paar aus Washington, der Ruf der Tukane und das gruenlich-blaue Wasser des Rios werden uns in Erinnerung bleiben.

IMG_1398 IMG_1413 Gorm weiss, wohin er muss; aber Eli?                                Fasziniert von der Natur: KakaofruchtIMG_1423 IMG_1425 Rio Claro in tropischer Umgebung                                                                Eli auf ihrem Hochsitz

Wenn man hier in Kolumbien Menschen nach der schoensten Gegend des Landes fragt, wird eigentlich immer die Kaffee-Region mit ihrem Touristenflaggschiff Salento und dem angrenzenden Valle de Cocora genannt. Obwohl es fuer uns bedeutete, wieder ueber eine Anden-Bergkette zu fahren, haben wir uns nach dem Besuch des Rio Claro dorthin auf den Weg gemacht. Salento ist ein kleiner Ort, der vor Backpackern und westlichen Touristen nur so aus allen Naehten zu platzen scheint. Die Preise sind hoch aber man kriegt auch etwas geboten: Die westlich angehauchte Essensauswahl (Lasagne, diverse Burger und Erdnussbutterbrownies) haben uns nach langer Entbehrung doch gut gefallen! Endlich mal wieder was ohne Maismehl.

IMG_1462 IMG_1474  Valle de Cocora mit den hoechsten Palmen der WeltIMG_1468 IMG_1459 Echt entspannt!

Das Valle de Cocora ist bekannt fuer seine Palmen. Die Wachspalme ist der kolumbianische Staatsbaum und wird in diesem Tal bis zu 60 Meter hoch, was bedeutet, dass da die groessten Palmen der Welt stehen. In dieser schoenen Umgebung sind wir unter anderem zu einer Kolibri-Farm gewandert und haben nachts im Bus dem aufs Dach prasselnden Regen gelauscht.

IMG_1477  IMG_1478  Abenteuerliche Haengebruecken: insgesamt 6 waren zu ueberquerenIMG_1481  IMG_1489 Nicht sehr hoch aber dafuer sehr wackelig!                                                                            schoen

Zugegebenermassen sind wir auf unserem Weg in den tiefen Sueden im Moment recht langsam unterwegs gewesen. Da Elis Deutscher Pass abgelaufen war, haben wir bei der Botschaft in Bogota einen neuen beantragt und mussten darauf warten, dass dieser fertig wurde. Am Mittwoch koennen wir ihn dann endlich abholen und dann geht es in grossen Schritten in Richtung Ecuador. Nach knapp 2 Monaten in Kolumbien freuen wir uns auch schon auf Neues und vor allem darauf, endlich den Aequator zu ueberqueren!

IMG_1496  IMG_1499 Fuer die Ornithologen unter euch: Kolibris

@ Mamas: Uns geht es gut!

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