Die erste Woche Ecuador; Viel mehr kann in einer Woche nicht passieren

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Ecuador, unser Reiseland Nr. 11, ist fuer unsere Reise ein ganz besonderes Land. Geht es doch von der Nordhalbkugel ueber den Aequator auf die Suedhalbkugel der Erde. Ausserdem ist es unser erstes Land, das sich so richtig nach Anden anfuehlt und in dem die indigene Bevoelkerung sehr praesent im Alltag ist. Wir haben letzten Montag die Grenze passiert und waere nicht der Strom waehrend der Abfertigung unserer Paesse ausgefallen, haette alles nur 20 Minuten gedauert.

IMG_1762 IMG_1768 Grenzuebergang ohne Strom                               1,48 US-Dollar fuer eine Gallone (3,81L)IMG_1769IMG_1785 IMG_1789 Vorzuegliche Strassen in Ecuador        Teilweise bis zu 8-Spurig ausgebaut:Die Panamerikana

Um es erstmal ruhig anzugehen, sind wir noch am gleichen Tag zur „Finca Sommerwind“ durchgefahren. Die Finca ist ein recht neues Produkt deutscher Auswanderer und schon ein Treffpunkt fuer Overlander geworden. Gorm konnte auch direkt seine Reparier-Liebe unter Beweis stellen und Joop bei der Reperatur der Bremsen seines riesigen Trucks unter die Arme greifen. Das hat Spass gemacht!

IMG_1774 IMG_1785Gorm hilft beim reparieren eines Trucks            Roter Piepmatz auf der Finca „Sommerwind“

Unser erstes Touri-Ziel in Ecuador war die Kraterlagune Cuicocha. Ein 14 KM langer Rundwanderweg fuehrt um die Lagune. Schoene Aussichten und schnell wechselndes Wetter sind dabei staendige Begleiter. So kamen auch wir nach dem Start in wunderbarem Sonnenschein nach ca. 2 Stunden in einen ordentlichen Regenschauer und mussten den Rest der Wanderung pitschnass machen. Trotzdem toll.

IMG_1799 IMG_1791 IMG_1793  IMG_1798 Die Kraterlagune Cuicocha – bekannt als die schoenste Lagune Ecuadors

Otavalo stand dann als naechstes auf dem Programm, ist es doch quasi ein Muss eines jeden Ecuador Reisenden. Ein kleiner, recht reicher Ort, der vom Tourismus und seinen Maerkten lebt. Jeden Tag ist Kunsthandwerker-Markt und Samstags sogar riesiger Markttag, inklusive Viehmarkt. Wir haben beides mitgenommen. Freitags sind wir Mitbringsel shoppend ueber den noch recht ruhigen Kunsthandwerker Markt und dann Samstags morgens um 7 Uhr auf den Viehmarkt, den wir echt beeindruckend fanden.

IMG_1815 IMG_1813  Marktfrauen bieten Kunsthandwerk und lassen gerne mit sich feilschen.IMG_1803 IMG_1804 Bunt, bunter, Otavalo                                            Auch abseits des Marktes schoen anzusehn

Ob es nun kleine Schafe sind, Schweinebabies, Huehner, Kuehe, Pferde, Esel oder die hier als Abendessen sehr beliebten Meerschweinchen – alles wird dort verkauft. Es wird gefeilscht und wenn das Meerschweinchen anstatt 5 Dollar (Ja, richtig, in Ecuador bezahlt man mit US-Dollar) 5,50 kosten soll, dann entbrennt auch schonmal ein Streit und das arme Tier fliegt durch die Luft zurueck in den Kaefig. Die Tiere werden an Stricken durch die Gegend gezogen, sodass der staunende Europaeer fast ein schlechtes Gewissen bekommt.

IMG_1822 IMG_1833 IMG_1836 Regenwetter – Gorm liegt im Schlamm       Schafe zu verkaufen, Ferkel auchIMG_1835  Schafsverhandlungen, diese beiden haben gerade 3 Schafe gekauft                 IMG_1843 IMG_1848 IMG_1823 Meerschweinchen fuer den Grill                                        Ein alter Hirte verkauft seine Schafe IMG_1850  IMG_1827 Empanadas (Teigtaschen) zu verkaufen                         Die Kuh-Sektion des ViehmarktesIMG_1834  IMG_1831

Und dann der Aequator: Wir hatten uns ja viel erhofft von der Ueberquerung der Trennungslinie zwischen Nord- und Suedhalbkugel. Aber anstatt grossem Pipapo war es ziemlich unaufregend. Man faehrt einfach so vor sich hin und haetten wir nicht ununterbrochen auf unser Navi gestarrt, haetten wir es vielleicht garnicht mitgekriegt. Weil wir aber so aufmerksam waren, konnten wir den Uebertritt doch bewusst begehen: Mit der Schnauze des Bullis auf der Suedhalbkugel, mit dem Hintern noch im Norden; trotzdem eine Sache von Sekunden und bei stroemendem Regen nur ncoh halb so aufregend.

IMG_1855 IMG_1852  Auf der rechten Seite des Navis: 00.00.000 Grad, Genau auf dem Aequator, Eli ist noch auf der Nordhalbkugel waehrend Gorm  von der Suedhalbkugel das Bild macht. IMG_1860 IMG_1864Schild, das anzeigt, wo man sich gerade befindet. Das Werbeschild darunter verdeckt der Bus

Wir sind dann zu einem „Geheimtipp“ aufgebrochen. Die heissen Quellen von Oyacachi kommen mit ca. 70 Grad Celsius aus dem Boden und werden dann mit ca. 40 Grad in Becken geleitet, in denen man dann stundenlang die Finger aufweichen lassen kann. Das senfgelbe Wasser riecht nur leicht schwefelig, was dem Spass aber keinen Abbruch tut.

IMG_1869 IMG_1865Das senfgelbe Wasser ist 45 Grad Celsius heiss, draussen hat’s nur ca. 10 Grad

Das wirkliche Highlight an den heissen Quellen war aber die Fahrt dahin. Durch die ecuadorianische Hochebene, die sich Paramo nennt „durften“ wir ca. 40 Km weit auf unbefestigter Schotterpiste durch die wunderschoene Graslandschaft fahren. Wenn man nach ein paar Kilometern dass Gefuehl „nicht schnell weiter zu kommen“ abgeschuettelt hat und sich auf die Umgebung konzentriert, faengt man an, sich ueber die Aussicht hinter jeder neuen Kurve zu freuen. Eine der schoensten Strassen, die wir je gefahren sind!

IMG_1911IMG_1879 IMG_1920 IMG_1892Grenzenlose „Bus-Romanik“, aber es war einfach zu schoen: Strasse im Paramo

Im Moment sind wir im Vogelparadies Mindo – der selbsternannten Welthauptstadt der Voegel. Ab hier geht es schnurstracks nach Sueden, wo wir auf neue Hoehenrekorde und weitere romantische Andenstrassen hoffen.

IMG_1927 IMG_1874   Per Anhalter auf der Pana: Bauer, der ins Tal musste.                      Brownies: selbst gebackenIMG_1922 IMG_1925 Frau, die am Strassenrand Oka-Wurzeln verkauft    Aus dem Graben gezogen: Abschleppbulli

@ Mamas: uns gehts gut!

 

Ein Gedanke zu „Die erste Woche Ecuador; Viel mehr kann in einer Woche nicht passieren

  1. reiner mros

    hallo ihr lieben ,

    heisse reiner, bin 53 jahre alt , lebe in düsseldorf.
    habe eure adresse und story aus der auto classic.
    fahre selber vw käfer 1300 ,Bj.1966, seit 1985.
    1987 war ich mit 4 freunde in afrika für 10 wochen.
    fahrzeuge : peugeot 504 limo und 504 break.
    sind über italien,sizilien,tunesien,algerien,niger,benin,obervolta,
    elfenbeinküste und guinea gefahren.
    10.000km mit eigenen fahrzeugen.
    4.000km dann zu zweit nur mit buschtaxis( PKW pick up bis Sprinterbus -größe)
    also nur mit einheimischen unterwegs , ohne touristen.
    es war traumhaft, highlight war die wüste mit tamanrasset und hoggar-gebirge.

    Habe nun zwei töchter 17 + 20 jahre alt, die bald aus dem haus sind .( aber immer gerne
    zu hause gesehen werden, wenn sie möchten ! ) :-))

    Vielleicht werde ich mit meiner frau auch mal wieder auf fahrt gehen.

    eure tour ist schön zu lesen , und es sieht alles sehr gut aus.
    wenn ihr wieder in deutschland seid, werde ich mal euren Vortrag sehen wollen.

    ich wünsche euch weiterhin viel Spass , Glück und Gesundheit !

    über eine antwort würde ich mich sehr freuen .

    liebe Grüße aus düsseldorf

    P.S.:

    bin letzte woche mit meiner cousine und ihrem freund in kanada gewesen .
    unser onkel lebt in kimberley, britisch kolumbien.

    er wohnt auf dem lande , neben den rocky mountains.

    wir haben ihn am 25.11.2015 zu seinem 75. Geburtstag sehr überrascht. es was klasse dort
    im schnee !

    bis bald mal und viel viel Glück und Verstand weiterhin !
    ;-))

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